Game over! Unsere META-Filmkritik zum Super Mario Galaxy Film
Wir verraten, ob sich das Sequel des Super Mario Bros. Films lohnt – und ordnen die Urteile anderer Kritiker ein
Mario und Luigi sind zurück im Kino – im "Super Mario Galaxy Film". Und soviel sei bereits verraten: Für die berühmtesten Klempner der Videospielgeschichte kommt es knüppeldick. Mit einem Bösewicht wie Bowser werden die beiden locker fertig. Die Urteile vieler Kritiker sind aber vernichtend. Zu Recht? In der META-Filmkritik von KinoCheck erfahrt ihr, was wir von dem Sequel halten und was andere Kritiker sagen!
Darum geht's
Das Sequel macht da weiter, wo der erste Teil aufhörte. Im "Super Mario Bros. Film" konnten sich Mario und Luigi als Helden bewähren und Schildkröten-Schurke Bowser besiegen. Ihren Alltag in Brooklyn haben die beiden inzwischen hinter sich gelassen. Stattdessen haben sie nun in den phantastischen Gefilden des Pilz-Königreichs eine neue Heimat gefunden. Dort helfen sie, wo sie nur können und haben jede Menge Spaß. Nur Prinzessin Peach hadert gelegentlich mit ihrer ungeklärten Herkunft. Derweil mutiert der zum Mini-Schurken geschrumpfte Bowser zum Möchtegern-Künstler und träumt noch immer von Prinzessin Peach. Sehr zum Unmut von Mario, der sich offenbar selbst zur Prinzessin hingezogen fühlt. Schon bald hat der Klempner jedoch ein ganz anderes Problem: Bowser Jr. will seinem Vater zu alter Größe verhelfen – und dafür ist dem kleinen Racker scheinbar jedes Mittel Recht.
Mario und Luigi geben Gas
Wie schon der erste Teil, ist auch "Der Super Mario Galaxy Film" ein rasantes, farbenfrohes Abenteuer, das kaum still steht. Ruhige Momente sind rar gesät. Die Sorgen der Prinzessin und die nicht ganz ernst gemeinte Vater-Sohn-Dynamik zwischen Bowser und Bowser Jr. fallen insgesamt kaum ins Gewicht.
Die mangelnde Charakterentwicklung wird auch von YouTuber Robert Hofmann kritisiert. Aus seiner Sicht kommt das Animationsabenteuer "niemals wirklich auch nur eine Sekunde zur Ruhe". Er betont:
"Es ist die ganze Zeit Tempo drin, Tempo drin, Tempo drin."
Das stimmt. Wir sehen vor allem einen Film, der fortwährend damit beschäftigt ist, Figuren, Kulissen und Sounds von Nintendos Videospielvorlagen unterzubringen. Auf Biegen und Brechen. Dem wird im Grunde auch die Handlung untergeordnet, die oft nur als Vorwand anmutet, um uns das nächste Element aus der über 40-jährigen Videospielgeschichte Marios zu servieren.
Oder um es mit den Worten von YouTuber Jeremy Jahns zu sagen:
"Der 'Super Mario Galaxy Film' ist eine Aneinanderreihung von Nintendo-Nostalgie-Ködern. Das ist im Grunde die ganze Handlung."
Endlose Fülle an Kuriositäten
Das Gute: Wir kriegen in geballter Form vor Augen geführt, wie kreativ und ausgefallen der Look des Mario-Kosmos eigentlich ist. Diese Welt bietet uns eine schier endlose Fülle an Kuriositäten. Königreiche voller Pilz-Bewohner und Armeen von Schildkröten sind da nur die Spitze des Eisbergs. Hier würde selbst "Alice im Wunderland"-Autor Lewis Carroll staunen.
Das Schlechte: Es reicht nicht, die visuellen Einfälle der Mario-Games zu reproduzieren. Im Film prasselt das Ganze einfach auf uns ein. Im Videospiel gehen Kuriositäten und Spielprinzip aber Hand in Hand, will diese merkwürdige Welt erkundet und gemeistert werden. Mit anderen Worten: Es macht großen Spaß, in einem Jump 'n' Run von Level zu Level zu Level zu springen. Bis der Endboss kommt. Wenn Mario auf der Leinwand durch die Gegend hüpft, wirkt das irgendwann ermüdend. Ein Joypad wünscht man sich in solchen Momenten vergeblich.
Owen Gleiberman von Variety geht noch weiter. Für ihn ist das "Super Mario"-Sequel einer der schlechtesten Animationsfilme seit Jahren. Mit seiner vernichtenden Kritik, die nur eine von vielen negativen Reviews ist, schlägt er in eine ähnliche Kerbe, wenn er schreibt:
"'Der Super Mario Galaxy Film' ist voll von Szenen, in denen man rennt, springt, jagt, vom Himmel fällt, in Lava fällt, kämpft und noch mehr kämpft, aber nichts in dem Film ist von Dauer."
Höher, schneller, weiter
Zumal "Der Super Mario Galaxy Film", wie so oft bei Fortsetzungen, dem Prinzip "höher, schneller, weiter" folgt. Das macht in gewisser Weise Sinn, weil es dem Titel entsprechend darum geht, den Mario-Kosmos auf intergalaktische Weise zu erweitern. Zugleich fehlt dem fortwährend auf Beschleunigung setzenden Film aber die Bodenhaftung, die beim ersten Teil zumindest in Ansätzen da war. Im "Super Mario Bros. Film" ging es zwar ebenfalls um Schauwerte und rasante Action. Es ging aber auch ein klein wenig darum, dass zwei Brüder aus Brooklyn sich selbst verwirklichen wollen – allen Widrigkeiten zum Trotz.
Generell schneidet die Fortsetzung wesentlich schlechter beim Großteil der Kritiker ab, als noch der erste Teil. Eine der wenigen positiveren Kritiken erschien in Collider, wo Ross Bonaime erklärt:
"Die Geschichte mag dünn sein und einige neue Charaktere bekommen vielleicht nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen, doch 'Der Super Mario Galaxy Film' bleibt ein charmantes, oft urkomisches und verspieltes Zeugnis des größten Videospiel-Franchise aller Zeiten."
Putziger Neuzugang: Yoshi
Versöhnliche Töne soll es am Ende auch von uns geben. Denn immerhin: "Der Super Mario Galaxy Film" hat Yoshi zu bieten. Der kleine, grüne Dino ist für die Story nicht wirklich entscheidend. Dafür ist er das wohl putzigste Geschenk, das man Super-Mario-Fans machen kann. Ist ja auch was.
Fazit: "Der Super Mario Galaxy Film" kommt bei vielen Kritikern gar nicht gut an. Von manchen wird er regelrecht auseinandergenommen. Wir finden: Der Film ist rasant, aber auch ermüdend. Die Videospiele machen mehr Spaß.
Im Kino läuft "Der Super Mario Galaxy Film" seit dem 1. April 2026.
