Gladys: Drehbuchautor für das Weapons-Prequel gefunden
Für ihre Darstellung der Gladys gewann Amy Madigan den Oscar als beste Nebendarstellerin
Nach dem phänomenalen Erfolg des Horror-Thrillers "Weapons" legt Warner Bros direkt nach: Ein Prequel mit dem Titel "Gladys" befindet sich in Arbeit. Laut Deadline wurde jetzt auch ein Drehbuchautor für das Projekt gefunden.
Die Rede ist von Zach Shields, der bereits für "Godzilla x Kong: The New Empire" tätig war. Unterstützung erhält er von Zach Cregger höchstpersönlich, der "Gladys" auch inszenieren wird. Wie der Titel schon vermuten lässt, steht im Zentrum Tante Gladys, erneut gespielt von Amy Madigan. Diese gewann für ihre Darstellung der unterkühlten Antagonistin kürzlich den Oscar als beste Nebendarstellerin.
In einem Interview mit Deadline sprach Madigan kurz vor ihrem Oscar-Sieg noch einmal über die Faszination ihrer Rolle:
"Sie ist eine Frau, die weiß, was sie zu tun hat, und sie tut es. Zugegeben, manche ihrer Methoden sind vielleicht etwas ungewöhnlich. Aber sie hat dieses Selbstbewusstsein, und ich finde, alle Frauen in unserer Branche sollten mehr davon haben, ich selbst eingeschlossen. Wenn ich also etwas Positives daraus mitnehmen kann, dann ist das ein Gewinn für Tante Gladys und für mich."
Obwohl konkrete Details zur Handlung des Prequels noch unter Verschluss gehalten werden, gab Zach Cregger bereits einen interessanten Hinweis auf den Ursprung des Skripts. Laut Cregger entstand bereits während der Produktion von "Weapons" so viel umfangreiches Hintergrundmaterial zu Tante Gladys, dass es den Rahmen des Hauptfilms gesprengt hätte. Ein Startdatum steht bisher noch aus.

Jenseits von Tante Gladys: Die besten Filmtipps für Fans von "Weapons"
Der Überraschungshit "Weapons" hat das Horror-Genre im Sturm erobert. Mit einem Einspielergebnis von über 270 Millionen Dollar und einem historischen Oscar-Gewinn für Amy Madigan als Tante Gladys hat der Film bewiesen, dass intelligenter, charakterzentrierter Horror aktueller denn je ist. Während die Drehbuchautoren Zach Cregger und Zach Shields bereits am Prequel "Gladys" arbeiten, stellt sich für Fans die Frage: Wie überbrückt man die Wartezeit?
Wer die Mischung aus psychologischer Tiefe, unvorhersehbaren Wendungen und einer charismatischen, aber absolut furchteinflößenden Antagonistin liebt, sollte sich diese handverlesenen Filmtipps nicht entgehen lassen.
Barbarian (2022): Die Handschrift des Meisters
Bevor Zach Cregger das Drehbuch zu "Weapons" verfasste, schockierte er das Publikum mit seinem Regiedebüt "Barbarian". Wer den unberechenbaren Erzählstil von "Weapons" mag, wird diesen Film lieben. Was als klassischer Thriller über eine falsch gebuchte Airbnb-Unterkunft beginnt, entwickelt sich in der Mitte zu einem völlig anderen, verstörenden Albtraum.
Cregger spielt hier meisterhaft mit den Erwartungen der Zuschauer – genau jene Qualität, die er auch in "Weapons" einbrachte. Zudem gibt es thematische Parallelen: Es geht um dunkle Familiengeheimnisse und Orte, die eine eigene, bösartige Geschichte atmen.
Hereditary: Das Vermächtnis (2018)
Wenn Sie von Amy Madigans oscarprämierter Darstellung der Tante Gladys fasziniert waren, ist "Hereditary" Pflichtprogramm. Ari Asters Meisterwerk ist das Paradebeispiel für "Elevated Horror". Ähnlich wie in "Weapons" steht hier eine dysfunktionale Familiendynamik im Zentrum, die von einer übermächtigen, fast schon religiös-fanatischen Matriarchin überschattet wird.
Toni Collettes Performance als verzweifelte Mutter steht der Intensität von Madigan in nichts nach. Der Film verzichtet auf billige Jump-Scares und setzt stattdessen auf ein schleichendes Gefühl des Unbehagens, das schließlich in purem Terror gipfelt – ein Muss für Fans von psychologischem Horror.

Misery (1990): Die Macht der besessenen Frau
Tante Gladys wurde oft als eine Frau beschrieben, die "weiß, was sie zu tun hat". Diese zielgerichtete, fast schon sachliche Brutalität erinnert stark an einen der größten Klassiker des Genres: "Misery". Kathy Bates gewann für ihre Rolle als Annie Wilkes ebenfalls den Oscar – ein seltener Triumph für das Horrorkino, den sie mit Amy Madigan teilt. Die Parallelen sind verblüffend: Beide Antagonistinnen strahlen eine mütterliche Strenge aus, die jederzeit in mörderische Gewalt umschlagen kann. Wer sehen möchte, wie eine "unbeugsame Frau" mit "unorthodoxen Methoden" (wie Madigan es nannte) ihre Ziele verfolgt, kommt an Annie Wilkes nicht vorbei.
Don't Breathe (2016): Spannung auf engstem Raum
Während "Weapons" durch sein umfangreiches Material und die komplexe Hintergrundgeschichte besticht, liefert "Don't Breathe" die gleiche rohe Intensität. Hier ist es ein blinder Veteran, der – ähnlich wie Gladys – sein Territorium mit einer erschreckenden Effizienz verteidigt.
Der Film nutzt das Setting eines scheinbar gewöhnlichen Hauses, um eine Atmosphäre der Ausweglosigkeit zu schaffen. Fans der handlungsorientierten, physischen Spannung von "Weapons" werden die fast wortlose, aber hochspannende Inszenierung von Regisseur Fede Alvarez zu schätzen wissen.

Pearl (2022): Der Hunger nach mehr
Da das Prequel "Gladys" die Ursprünge der Antagonistin beleuchten wird, ist "Pearl" die perfekte Vorbereitung. Ti Wests Prequel zu seinem Film "X" zeigt den psychologischen Abstieg einer jungen Frau, die verzweifelt nach Anerkennung sucht und dabei zur Mörderin wird.
Mia Goth liefert hier eine Tour de Force ab, die zeigt, wie aus verletzten Ambitionen blanker Wahnsinn werden kann. Wenn Sie wissen wollen, wie ein Prequel den Grundstein für einen ikonischen Bösewicht legt – genau das, was Cregger mit "Gladys" vorhat –, ist dieser Film das ideale Anschauungsmaterial.

Fazit: Die Ära des anspruchsvollen Horrors
"Weapons" hat eine Lücke gefüllt, nach der sich viele Genre-Liebhaber gesehnt haben: Horror, der nicht nur erschreckt, sondern dessen Charaktere man ernst nehmen muss. Ob durch die psychologische Tiefe eines Hereditary oder den Wahnsinn einer Annie Wilkes – die oben genannten Filme teilen die DNA, die "Weapons" zu einem modernen Klassiker gemacht hat. Bis wir Tante Gladys' Ursprungsgeschichte im Kino erleben dürfen, bieten diese Titel genug Stoff zum Gruseln und Nachdenken.
