Spielberg lässt grüßen! Unsere META-Filmkritik zu The End of Oak Street

Wir verraten, ob der Dino-Thriller mit Anne Hathaway und Ewan McGregor überzeugt – und ordnen die Urteile anderer Kritiker ein

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In "The End of Oak Street" kriegen es Anne Hathaway und Ewan McGregor mit gefrässigen Dinosauriern zu tun. Aber nicht etwa in einem Jurassic Park, sondern vor der eigenen Haustür. Klingt nach einem Dino-Abenteuer der etwas anderen Art – doch kann der Film von "It Follows"-Regisseur David Robert Mitchell und Produzent J. J. Abrams überzeugen? Wie wir und andere Kritiker "The End of Oak Street" beurteilen, erfahrt ihr in der META-Kritik von KinoCheck!

Darum geht's

Das Leben in der Oak Street wirkt beschaulich. Die Einwohner strahlen mit der Sonne um die Wette, ihr Glück ist mit Händen zu greifen. Für die Menschen in den Suburbs könnte es vermutlich ewig so weitergehen. Auf den ersten Blick scheint das auch bei Denise (Anne Hathaway) und Ehemann Greg Platt (Ewan McGregor) der Fall zu sein. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Audrey (Maisy Stella) und Brian (Christian Convery) feiern sie ausgelassen im Garten, amüsieren sich beim Sackhüpfen. Doch der Schein trügt. In der Ehe der Platts kriselt es. Denise weiß: So kann es nicht weitergehen. Und das tut es auch nicht. Auch wenn sich die Lebensumstände radikaler ändern als gedacht. Mit einem Mal sorgt ein scheinbar kosmisches Ereignis dafür, dass prähistorische Raubtiere durch die Nachbarschaft stolzieren – und die Oak Street zu ihrem Jagdrevier machen. Liefen die Platts eben noch beim Sackhüpfen um die Wette, müssen sie nun vor Dinosauriern um ihr Leben rennen. Das Problem: Die Oak Street ist von der Außenwelt abgeschnitten. Es gibt offenbar kein Entkommen.

Die Prämisse mag seltsam, vielleicht sogar ein wenig albern anmuten – beim Großteil der Kritik schneidet "The End of Oak Street" aber recht positiv ab. Was nicht zuletzt daran liegt, dass der Film einfach Spaß mache, wie wiederholt betont wird. Besonders als die gefährlichen Kreaturen aus grauer Vorzeit auf der Bildfläche erscheinen und dafür sorgen, dass die Handlung an Fahrt aufnimmt, wie etwa Clint Gage von IGN erklärt:

"Sobald die Dinosaurier auftauchen, wird der Film ziemlich schnell zu einem unterhaltsamen kleinen Monsterfilm."

Hommage an Steven Spielberg

Bevor es zur Konfrontation mit den Dinos und damit zum unvermeidlichen Vergleich mit dem Klassiker "Jurassic Park" kommt, wirkt "The End of Oak Street" bereits wie eine hemmungslose Hommage an Steven Spielberg. Regisseur und Drehbuchautor David Robert Mitchell inszeniert das Leben in den Suburbs der 80er Jahre auf eine Weise, die seit "E.T." oft kopiert wurde und unmittelbar vertraut scheint. Alltäglich, freundlich, zuversichtlich: Es ist die Art von tröstlichem Spielberg-Realismus, dem trotz aller Probleme von vornherein das Versprechen eines Happy Ends innewohnt – und die Aussicht auf eine phantastische Welt, die gefährlich sein kann, aber auch zum Staunen einlädt.

Die Reminiszenzen an Spielberg werden auch in anderen Reviews immer wieder betont – mal mehr, mal weniger wohlwollend. John Nugent von Empire begrüßt es, dass Mitchell "keinen Hehl aus seinen Einflüssen durch Spielberg" mache. Peter Bradshaw von The Guardian sieht das anders – für ihn ist "The End of Oak Street":

"Ein Mashup à la Spielberg [...] das sich weniger wie eine Hommage anfühlt, sondern eher wie ein Pastiche, der von einem KI-Spielbergbot produziert wurde."

Vergleich mit Jurassic Park

Ist "The End of Oak Street" also nichts weiter, als eine mehr oder weniger gelungene Verbeugung vor Spielberg? Zumal man mit der Ankunft der Dinosaurier unweigerlich an "Jurassic Park" denken muss. Nicht ganz. Denn was für die Ehe der Platts gilt, gilt in gewisser Weise auch für Mitchells Film: Der Schein trügt. Spielbergs "Jurassic Park" setzt neben den grandios realisierten Spannungsmomenten auf Abenteuer und Sense of Wonder. Dafür ist in der "Oak Street" kein Platz. Mitchell inszeniert die Flucht vor den Dinos konsequent als Survival-Thriller, dem das Versprechen eines Happy Ends irgendwann nicht mehr so selbstverständlich innewohnt.

Wenig überraschend drängt sich der Vergleich zu "Jurassic Park" auch bei zahlreichen anderen Kritikern auf. Wobei "The End of Oak Street" angesichts der vielen Franchise-Fortsetzungen, die im Laufe der Jahre folgten, ganz gut abschneidet. Der ein oder andere findet, dass Mitchells Film ein würdiger Nachfolger des Spielberg-Originals von 1993 sei und unterhaltsamer als die "Jurassic"-Sequels ausfalle. So auch Molly Freeman von ScreenRant:

"Seit 'Jurassic Park' hat kein Dinosaurierfilm mehr so viel Spaß gemacht."

Einen Teil seines Reizes bezieht der Dino-Thriller aus dem Kontrast zwischen suburbanem Raum und prähistorischen Kreaturen. Erfreulicherweise wird der Gegensatz aber nicht allzu aufdringlich in Szene gesetzt und nur selten für visuelle Gags ausgeschlachtet, sondern eher beiläufig als selbstverständliche Kulisse genutzt. Zumal der Kampf ums Überleben so wirkungsvoll umgesetzt ist, dass man über den Kontrast kaum nachdenkt, während man um die Platts bangt.

Anne Hathaway sticht heraus

Trotz aller Gefahren, mit denen die Protagonisten konfrontiert werden, findet Mitchell aber auch Zeit für kleine, leise Augenblicke, in denen die Mitglieder der Familie Platt etwas näher beleuchtet werden. Auch wenn man keine ausgefeilten Charakterstudien erwarten sollte. Eher kurze Momente, in denen man ahnt, dass es Schlimmeres geben könnte als hungrige Dinos. Etwa ein überfluteter Keller, der einen heimlich gehegten Traum ertränkt. Oder streitende Eltern. In Szenen wie diesen kann sich der Film voll und ganz auf seine Darsteller verlassen. Das gilt vor allem für Anne Hathaway, deren Leistung in "The End of Oak Street" immer wieder von Kritikern hervorgehoben wird. Bei Next Best Picture etwa schreibt Cody Dericks:

"Anne Hathaway ist wie immer bereit, sich voll und ganz darauf einzulassen, wenn es darum geht, eine Figur darzustellen, die emotional am Ende ihrer Kräfte ist."

Auch wir finden: Nach ihrer großartigen Performance in Christopher Nolans "Die Odyssee" kann sie hier einmal mehr ihre Klasse unter Beweis stellen, zeigt sich gleichermaßen stark und verletzlich, resolut und verzweifelt.

Ende gut, alles gut?

Bei Hathaway sind sich alle einig. Diskussionswürdig ist jedoch – passend zum Titel – das Ende von "End of Oak Street". Natürlich soll es hier nicht vorweggenommen werden. Nur so viel: Man kann darüber streiten, ob dem Film der Mut fehlt, den eingeschlagenen Weg konsequent zu Ende zu führen. Oder ob er konsequent auf den Pfad zurückkehrt, der sich am Anfang abzeichnete. Was wohl Spielberg dazu sagen würde?

Fazit: Alles in allem kommt der Film bei vielen Kritikern gut an. Uns hat er ebenfalls gefallen: "The End of Oak Street" ist ein spannender Dino-Thriller!

Im Kino startet "The End of Oak Street" am 13. August 2026.

Bild zu THE END OF OAK STREET Trailer German Deutsch (2026) Anne Hathaway, Ewan McGregor