Dune 3: Heute erscheint der erste Trailer!
Zudem gibt es eine Reihe von Postern
Das Warten hat endlich ein Ende! Heute, genau gesagt um 17 Uhr, soll der erste Trailer zu "Dune 3" erscheinen. Dies wurde vom offiziellen "Dune"-X-Account bekanntgegeben. Passend dazu gibt es auch eine Reihe erster Poster.
Besonders auffällig ist die optische Verwandlung von Timothée Chalamet. Die Poster bestätigen den vermuteten Zeitsprung zwischen den Filmen: Paul Atreides wirkt gezeichnet von den Jahren seiner Herrschaft und dem Gewicht seiner prophetischen Visionen. Unter dem Slogan "The Epic Conclusion" (Der epische Abschluss) wird deutlich, dass Villeneuve hier sein großes Finale vorbereitet.
Zudem gibt es auch einen ersten Eindruck von Robert Pattinson, der in die Rolle des neuen Antagonisten Scytale schlüpft. Auch Zendaya als Chani, Florence Pugh in der Rolle von Prinzessin Irulan, Anya Taylor-Joy als Alia Atreides und Javier Bardem als Pauls treuer Begleiter Stilgar sind zu sehen. Für Gesprächsstoff sorgt zudem Jason Momoa, der dieser Mal als Hayt auftritt.
Interessanterweise wird auch Rebecca Ferguson als Lady Jessica auf der Leinwand zu sehen sein, obwohl ihr Charakter ursprünglich gar nicht für den dritten Teil vorgesehen war. Wie die Schauspielerin in Interviews verriet, entschied sich Denis Villeneuve erst in letzter Minute dazu, einige Szenen mit ihr zu ergänzen, um ihre Geschichte abzurunden.
Der geplante Kinostart von "Dune: Teil 3" ist der 17. Dezember 2026. Aktuell fällt dieser Termin zusammen mit dem Release von "Avengers: Doomsday". Das wäre natürlich ein episches Kino-Duell. Wir halten es aber für sehr unwahrscheinlich, dass es bei diesen Terminen bleiben wird. Einer der beiden Filme wird vermutlich noch verschoben, um den Wettstreit zu vermeiden.
Worum geht es in der Story von Dune 3?
Die Handlung basiert auf Frank Herberts Roman "Der Herr des Wüstenplaneten" und spielt 12 Jahre nach der Machtübernahme von Paul Atreides auf Arrakis. Pauls Einfluss hat sich auf das gesamte Universum ausgeweitet. Er sitzt nun als Imperator auf dem Thron von Arrakis und herrscht mit nahezu gottgleicher Autorität. Gleichzeitig haben die Fremen im Namen ihres Messias einen brutalen Dschihad durchs Universum getragen. Milliarden Menschen sind deshalb gestorben.
Der Ton im Buch unterscheidet sich stark von der bisherigen Geschichte: Statt einer epischen Heldenreise erzählt Herbert eine tragische Geschichte voller politischer Intrigen, moralischer Konflikte und persönlicher Opfer. Eigentlich sah der Autor auch vorher schon keinen strahlenden Helden in Paul. Doch bereits in den 60ern haben viele Leser das anders verstanden. Und genau das gleiche ist bei den neuen "Dune"-Filmen von Villeneuve passiert: Einige Zuschauer begreifen die Handlung als einfachen Kampf des Guten gegen das Böse. Die Fortsetzung soll aber endgültig klar machen, welche Gefahren in der blinden Anbetung eines Führers liegen.
Pauls Visionen
Eine der zentralen Aspekte von Teil 3: Pauls Fähigkeit, in die Zukunft zu sehen. Er erkennt unzählige Möglichkeiten, doch fast alle führen zur Katastrophe. Nur ein einziger Weg scheint die Existenz der Menschheit zu sichern: der sogenannte Goldene Pfad. Dieser bedeutet jedoch riesige Opfer und zwingt Paul zu Entscheidungen, die für ihn kaum zu ertragen sind. Die Öffentlichkeit verehrt ihn als göttliche Figur, aber er weiß selbst, dass sein Weg alles andere als heldenhaft ist.
Doch es gibt auch Widerstand gegen seine Pläne: Viele der mächtigen Fraktionen des Universums planen insgeheim, ihn zu stürzen. Ihr Ziel: den Goldenen Pfad abzuwenden und Pauls Macht an sich zu reißen. Hierfür schmieden sie ein teuflisches Komplott, bei dem Pauls Vergangenheit und seine Liebe zu seinen Freunden eine wichtige Rolle spielt – wir wollen aber aus Spoilergründen nicht zu viel verraten.
Auch Pauls Beziehung zu Chani führt ihn in einen schrecklichen Konflikt zwischen seinen persönlichen Wünschen und seiner Pflicht als erklärter Erlöser der Menschheit. Zumindest ist das so in der Buchvorlage. Aber schon im zweiten Film ist Denis Villeneuve davon abgewichen: Dort hat Chani am Ende Paul verlassen und ist zurück in die Wüste gegangen. Das Schicksal ihrer Beziehung ist also weniger klar als im Buch, wo sie nicht von seiner Seite weicht. Es bleibt eine spannende Frage, was das für den neuen Film bedeutet.

Spoiler: Der Anschlag auf Paul
Achtung: Wer keine weiteren Details zur Story hören will, springt jetzt am besten ein Kapitel weiter. Wir gehen an dieser Stelle tiefer auf die weitere Handlung der Buchvorlage ein – inklusive massiver Spoiler! Die Verschwörung gegen Paul eskaliert schließlich in einem Attentat: Seine Gegner zünden eine Atomwaffe, die Paul erblinden lässt. Dank seiner Visionen nimmt er zwar weiterhin alles wahr. Doch seelisch ist er von seinen Mitmenschen so isoliert wie niemals zuvor.
Kurz danach kommt es zur Geburt von Chanis und Pauls Kindern. Anders als erwartet handelt es sich um Zwillinge: Leto II. und Ghanima. Beide haben außergewöhnliche Fähigkeiten und werden eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Menschheit spielen. Doch die Geburt fordert Chanis Leben – genau so, wie Paul es vorhergesehen hat.
Dieser Verlust bricht ihn endgültig. Er erkennt, dass es keinen Weg zurück gibt und seine Kinder der Schlüssel zum Überleben der Menschheit sind. Er zieht gemäß den Traditionen der Fremen allein in die Wüste. Die Zwillinge werden von Stilgars Frau und Irulan großgezogen. Der Dschihad kommt zum Stillstand, während Pauls Schwester Alia stellvertretend über das Universum herrscht.
Die Zukunft des Dune-Universums
Mit "Dune 3" findet die Reihe unter Regisseur Denis Villeneuve ihr Ende: Er möchte danach keinen weiteren "Dune"-Film drehen. Fans des Franchise kriegen trotzdem neues Futter: Es kommt zum Beispiel die zweite Staffel von "Dune: Prophecy", eine weitere, noch unbekannte Serie und laut Gerüchten sogar ein vierter Kinofilm. Dieser soll auf "Die Kinder des Wüstenplaneten" basieren – dann allerdings mit neuem Regisseur.
Ob dieses Projekt Realität wird, hängt wahrscheinlich stark von der Performance von "Dune 3" an den Kinokassen ab. Die Vorzeichen stehen aber gar nicht so schlecht: Teil 1 blieb trotz der guten Kritiken mit 410 Millionen Dollar Einspielergebnis noch hinter den Erwartungen zurück. Anders als "Dune 2": Der konnte sich überraschend auf 715 Millionen steigern – also fast das Doppelte des Vorgängers. Die Reihe ist also anscheinend auch beim Mainstream-Publikum kein Geheimtipp mehr. Es wird daher eine Menge Leute geben, die wissen wollen, wie die Saga weitergeht.