The Orville Staffel 4: Aussage von Seth MacFarlane lässt aufhorchen

Eine offizielle Bestätigung gibt es aber noch nicht

Von Carlos Corbelle Fraga am 3 min Lesezeit

Die vierte Staffel von "The Orville" lässt nach wie vor auf sich warten. Doch nun macht ein Statement von Seth MacFarlane Hoffnung. Der Schöpfer der Science-Fiction-Serie erklärte gegenüber Hollywood Reporter, dass sein Autoren-Team die zehn Episoden der potentiellen Season 4 bereits geschrieben habe. "Die zehn Drehbücher sind fertig", betont er. Damit ist zwar noch nicht gesichert, dass es tatsächlich zur Realisierung einer vierten Staffel kommt. Seine Worte stimmen jedoch optimistisch:

"Die Frage ist bloß, wann wir die Zeit haben, sie zu produzieren."

Laut MacFarlane sei der Streamingdienst Hulu bereit, mit der Entwicklung der vierten Season fortzufahren. Das Problem sei vielmehr sein voller Terminkalender. Neue Episoden von MacFarlanes Sci-Fi-Serie gab es zuletzt 2022. Seitdem hoffen Fans auf eine Fortsetzung. Vor zwei Jahren ließ MacFarlane gegenüber TVLine verlauten, dass die Serie noch nicht am Ende sei. Eine offizielle Bestätigung von Staffel 4 gibt es aber noch nicht.

Seth MacFarlane im Weltraum

Die Handlung von "The Orville" spielt im 25. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht die Besatzung des titelgebenden Raumschiffs USS Orville. Unter der Führung von Captain Edward "Ed" Mercer erkundet die Crew im Auftrag einer interstellaren Allianz der Erde und anderer Planeten den Weltraum. Die ersten beiden Staffeln liefen von 2017 bis 2019 und wurden für den US-Fernsehsender Fox produziert. Mit der dritten Staffel ging es erst 2022 weiter. Diesmal feierten die Folgen jedoch auf dem Streamingdienst Hulu unter dem Titel "The Orville: New Horizons" Premiere.

Bild zu THE ORVILLE: New Horizons Trailer (2022)

Seth MacFarlane ist Schöpfer, Showrunner und ausführender Produzent der Serie. Zudem hat er zahlreiche Drehbücher geschrieben und bei einigen Folgen Regie geführt. Als Captain Mercer spielt er auch die Hauptrolle. An seiner Seite agieren Adrianne Palicki als Commander Kelly Grayson, Penny Johnson Jerald als Doctor Claire Finn, Scott Grimes als Lieutenant Gordon Malloy, Peter Macon als Lieutenant Commander Bortus, J. Lee als Lieutenant Commander John LaMarr, Mark Jackson als Isaac, Jessica Szohr als Lieutenant Commander Talla Keyali, Anne Winters als Ensign Charly Burke und Norm Macdonald als Lieutenant Yaphit.

Ob bei einer vierten Staffel alle Darsteller wieder an Bord wären, ist fraglich. Eher unwahrscheinlich ist die Rückkehr von Adrianne Palicki, die als Commander Grayson eine zentrale Rolle spielt: Sie ist nicht nur die ranghöchste Offizierin nach Captain Mercer, sondern auch dessen Ex-Frau. Bereits 2023 gab sie im Podcast Inside of You with Michael Rosenbaum zu verstehen, dass sie als Hauptdarstellerin einer möglichen Fortsetzung nicht länger zur Verfügung stände.

Hommage an Star Trek

"The Orville"-Schöpfer Seth MacFarlane ist vor allem für seine TV-Zeichentrickserien "Family Guy" und "American Dad" bekannt, in denen er jeweils mit beißendem Humor vom schrägen Alltag zweier amerikanischer Familien erzählt. Für die Leinwand inszenierte er 2012 die Komödie "Ted", die davon handelt, dass der Teddybär eines Jungen lebendig wird und dessen bester Freund wird – ein Leben lang. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 549 Millionen US-Dollar wurde der Film zum Hit. Drei Jahre später folgte die Fortsetzung "Ted 2", die mit 215 Millionen hinter den Erwartungen zurückblieb. Vor der Kamera konnte man ihn 2014 als Hauptdarsteller der ebenfalls von ihm inszenierten Western-Komödie "A Million Ways to Die in the West" sehen.

Mit "The Orville" verbeugt sich MacFarlane vor einem der größten Sci-Fi-Franchises überhaupt. Sowohl die Prämisse als auch der Look seiner Serie wurden eindeutig von "Star Trek" inspiriert. Das gilt vor allem für den 90er-Jahre-Ableger "Star Trek: The Next Generation". Zumal mit Brannon Braga und Jonathan Frakes zwei Urgesteine der "Next Generation" für "The Orville" engagiert wurden. Braga ist als Autor und Regisseur beteiligt. Und auch Frakes, der in "Star Trek: The Next Generation" Commander William T. Riker spielte, saß bei ein paar "Orville"-Folgen auf dem Regiestuhl.

Das Besondere an MacFarlanes Herangehensweise ist, dass "The Orville" zum einen immer wieder seinen typischen Humor aufblitzen lässt. Wenn auch weit weniger brachial als etwa in "Family Guy". Zugleich ist seine Serie in erster Linie jedoch keine Parodie von "Star Trek", sondern vielmehr eine Hommage, die sich trotz gelegentlicher Albernheiten mit viel Liebe dem Vorbild annähert. Kam die erste Staffel bei vielen Kritikern noch nicht sonderlich gut an, wurde die zweite bereits wohlwollender besprochen. Nachdem auch die dritte Season mit originellen Storys und einem zunehmend vielschichtigen Kosmos überzogen konnte, war endgültig klar: "The Orville" ist mehr als nur ein Abziehbild von "Star Trek".

Bild zu STAR TREK: Starfleet Academy Trailer German Deutsch (2026)