Star Trek: Starfleet Academy abgesetzt – keine neue Serie in Sicht
Das Ende von Starfleet Academy könnte auch das vorläufige Ende von Star Trek einläuten
Das Ende von "Star Trek: Starfleet Academy" naht. Nach der zweiten Staffel wird es keine neuen Folgen mehr geben, wie Variety berichtet. Dabei hatte alles vielversprechend angefangen. Noch bevor die erste Staffel im Januar diesen Jahres auf Paramount+ gestartet war, wurde die Serie bereits für eine zweite Season verlängert. Umso enttäuschender dürfte für Fans die nun verkündete Absetzung sein. Wann die zweite und somit letzte Staffel von "Star Trek: Starfleet Academy" auf Paramount+ startet, steht bislang nicht fest.
Die Handlung der Serie spielt im 32. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht eine Reihe neuer Kadetten, die in der titelgebenden Starfleet Academy zu Offizieren ausgebildet werden. Zu den Hauptdarstellern gehören Holly Hunter, Sandro Rosta, Karim Diané, Kerrice Brooks, George Hawkins, Bella Shepard, Tig Notaro, Oded Fehr, Brit Marling und Robert Picardo. Letzteren kennen Fans bereits als holographischen Arzt aus der 90er-Jahre-Serie "Star Trek: Voyager".

Wertschätzung für Star Trek
Als Showrunner und ausführende Produzenten zeichnen Alex Kurtzman und Noga Landau verantwortlich. Angesichts der Absetzung von "Starfleet Academy" verfassten die beiden einen Brief, in dem sie ihre Wertschätzung für das "Star Trek"-Franchise zum Ausdruck bringen:
"Ob man nun an 'Star Trek' arbeitet oder Teil des wunderbaren 'Star Trek'-Fandoms ist – welches das Herz, die Seele und das Gewissen ist – die Freude liegt darin, die Grenzen von Zeit, Raum und dem menschlich Möglichen zu überschreiten, im Dienste von Roddenberrys transformativer Zukunftsvision. Diese unvergleichliche Vision wurde von einem unerschöpflichen Optimismus genährt. 'Star Trek' setzt auf das Beste in der menschlichen Natur. Es wagt, sich eine Gesellschaft 'unendlicher Vielfalt in unendlichen Kombinationen' vorzustellen, frei von Krieg, Hass, Armut, Krankheit und Unterdrückung, die dem Geist der wissenschaftlichen Forschung und dem Respekt vor allem Leben verpflichtet ist, ob kohlenstoff- oder siliziumbasiert, grünhäutig oder blau."
Star Trek: Keine neue Serie in Sicht
Momentan sieht es jedoch etwas düster für die Zukunft von "Star Trek" aus. Der Deal zwischen Kurtzman, der maßgeblich an der Wiederbelebung des Franchise im Streaming-Zeitalter beteiligt ist, und der Produktionsfirma CBS Studios läuft noch bis Ende 2026. Wie es danach weitergeht, bleibt abzuwarten. Vor allem aber ist zum ersten Mal seit dem Start von "Star Trek: Discovery" im Jahr 2017 keine neue "Star Trek"-Serie in Sicht – zumal derzeit auch kein Film in der Mache ist. Neben der noch ausstehenden zweiten Staffel von "Starfleet Academy" erwarten uns noch die vierte und fünfte Season von "Star Trek: Strange New Worlds". Danach ist auch mit letztgenannter Serie Schluss. Für die Zeit danach ist zumindest bislang nichts geplant. Wurde damit also das vorläufige Ende von "Star Trek" eingeläutet?
Die derzeitige Situation ist auf jeden Fall erstaunlich, wenn man bedenkt, wie viele "Star Trek"-Serien in den letzten Jahren an den Start gegangen sind. Die TV-Wiedergeburt begann mit der Serie "Star Trek: Discovery", die es zwischen 2017 und 2024 auf fünf Staffeln brachte. Die Story um die Crew des Raumschiffs Discovery spielt im Laufe der Serie in zwei verschiedenen Jahrhunderten und dient als Ausgangspunkt für die beiden Spin-offs "Strange New Worlds" und "Starfleet Academy". "Strange New Worlds" handelt von der Besatzung der Enterprise und spielt im 23. Jahrhundert. "Starfleet Academy" ist wiederum im 32. Jahrhundert angesiedelt und erzählt von einer Gruppe angehender Offiziere.

Star Trek für Jung und Alt
Darüber hinaus gab es mit "Star Trek: Picard" eine Fortsetzung der 90er-Jahre-Serie "Star Trek: The Next Generation". Darin stand drei Staffeln lang eine der berühmtesten und beliebtesten Figuren des Science-Fiction-Franchise im Mittelpunkt: Der von Patrick Stewart gespielte, einstige Raumschiff-Captain Jean-Luc Picard. Mit "Star Trek: Lower Decks" und "Star Trek: Prodigy" gab es zudem zwei animierte Serien. "Lower Decks" wurde als Comedy für Erwachsene konzipiert und erzählte fünf Seasons lang von den schrägen Abenteuern der Cerritos-Crew. "Prodigy" richtete sich dagegen auch an jüngere Zuschauer und handelte von einer jungen Truppe, die ein verlassenes Raumschiff der Sternenflotte entdeckt. Nach nur zwei Staffeln wurde die Serie abgesetzt.
Wie es im "Star Trek"-Kosmos weitergeht, steht derzeit in den Sternen. Doch selbst, wenn es erstmal zu einer Pause kommen sollte, ist ein endgültiges Ende nur schwer vorstellbar. Dazu ist das Franchise einfach viel zu populär. Insofern gilt wie immer bei "Star Trek": Man kann der Zukunft hoffnungsvoll entgegenblicken.
