Thunderbolts 2: Insider deutet Fortsetzung des Marvel-Films an

Die Marke könnte zu einem neuen Franchise ausgebaut werden

Von Jonas Reichel am 5 min Lesezeit

Spannende Gerüchte aus der Welt von Marvel: Obwohl "Thunderbolts" an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurückblieb, erfreute sich der MCU-Film bei Fans und Kritikern großer Beliebtheit. Und genau deshalb scheint Marvel Studios die Zukunft der Antihelden noch längst nicht abgeschrieben zu haben. Im Gegenteil: Laut dem Insider Alex Perez arbeitet man hinter den Kulissen offenbar an einer Fortsetzung.

Perez erklärte in einer aktuellen Fragerunde von The Cosmic Circus, dass sich der Fokus von Marvel momentan auf mehrere große Projekte richtet. Dazu zählen unter anderem "Black Panther 3", "Shang-Chi 2", "Spider-Man 5", die neuen "X-Men", "Blade", "Midnight Sons", der nächste "Avengers"-Film – und eben auch "Thunderbolts 2".

Ein weiterer Grund für das Vertrauen in die Marke dürfte Regisseur Jake Schreier sein. Seine Arbeit an "Thunderbolts" hat die Verantwortlichen bei Marvel offenbar so sehr überzeugt, dass sie ihn prompt für den geplanten Neustart der X-Men verpflichtet haben. Eine Fortsetzung würde zudem gut in die langfristigen Pläne des Studios passen. Immerhin werden die Thunderbolts auch in "Avengers: Doomsday" und "Avengers: Secret Wars" einen Auftritt haben.

Und wer weiß, vielleicht entsteht ja auch ein komplett neues Franchise rund um die sympathische Heldentruppe – der Titel "New Avengers" kommt ja auch nicht von ungefähr. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Was die Thunderbolts so besonders macht – und warum Fans den Film lieben

Als Marvel Studios die "Thunderbolts" ankündigte, waren viele Fans zunächst skeptisch. Ein Team aus Antihelden, ehemaligen Schurken und gebrochenen Figuren klang auf dem Papier zwar interessant, wirkte aber nicht wie der nächste große Publikumsmagnet des Marvel Cinematic Universe. Doch genau diese ungewöhnliche Mischung machte den Film letztendlich zu etwas Besonderem. Statt auf unbesiegbare Superhelden und weltverändernde Kräfte zu setzen, erzählte "Thunderbolts" eine deutlich menschlichere Geschichte – und hob sich damit spürbar von vielen anderen MCU-Filmen ab.

Ein Team aus Außenseitern

Anders als die Avengers besteht das Team der Thunderbolts nicht aus gefeierten Helden. Die Gruppe setzt sich aus Charakteren zusammen, die Fehler gemacht haben, manipuliert wurden oder mit ihrer Vergangenheit kämpfen. Figuren wie Yelena Belova, Bucky Barnes, John Walker oder Red Guardian tragen alle ihre eigenen Wunden und Traumata mit sich.

Gerade dieser Umstand machte die Dynamik innerhalb der Gruppe so spannend. Die Mitglieder vertrauen einander nicht bedingungslos und verfolgen teilweise eigene Ziele. Dadurch entstehen Konflikte, die deutlich persönlicher wirken als die klassischen "Gut gegen Böse"-Geschichten. Die Thunderbolts sind keine perfekten Vorbilder – sie sind Menschen, die versuchen, ihren Platz in einer Welt zu finden, die sie oft als Versager oder Gefahr betrachtet.

Weniger Superhelden-Glanz, mehr Emotionen

In den vergangenen Jahren wurde Marvel immer wieder dafür kritisiert, dass viele Filme nach einer ähnlichen Formel funktionieren. "Thunderbolts" schlug jedoch einen etwas anderen Weg ein. Statt sich ausschließlich auf spektakuläre Action und gigantische Bedrohungen zu konzentrieren, legte der Film einen größeren Fokus auf seine Figuren und deren persönliche Entwicklung.

Die Geschichte beschäftigte sich mit Schuldgefühlen, Einsamkeit, Depressionen und der Suche nach einem neuen Lebenssinn. Besonders Yelena Belova stand dabei im Mittelpunkt. Seit ihrem ersten Auftritt in "Black Widow" entwickelte sie sich zu einer der beliebtesten Figuren des MCU. In Thunderbolts erhielt sie endlich die Möglichkeit, ihre Persönlichkeit noch stärker zu entfalten und zur emotionalen Anführerin des Teams zu werden. Diese emotionalen Momente verliehen dem Film eine Tiefe, die viele Zuschauer positiv überraschte.

Bild zu THUNDERBOLTS* Neuer Trailer German Deutsch (2025) Marvel

Eine erfrischend andere Teamdynamik

Die Avengers waren über viele Jahre hinweg das Herzstück des Marvel Cinematic Universe. Doch die Thunderbolts funktionieren nach völlig anderen Regeln. Während die Avengers oft wie eine eingespielte Superhelden-Familie agierten, erinnert das neue Team eher an eine Gruppe widerwilliger Verbündeter. Die Mitglieder streiten, machen Fehler und treffen fragwürdige Entscheidungen. Gerade diese Unberechenbarkeit sorgt dafür, dass der Zuschauer nie genau weiß, wie eine Situation ausgehen wird. Die Figuren wirken dadurch greifbarer und realistischer.

Hinzu kommt, dass viele Teammitglieder keine klassischen Superkräfte besitzen. Statt auf Magie oder übermenschliche Fähigkeiten verlassen sie sich auf ihre Kampferfahrung, ihre Intelligenz und ihren Überlebenswillen. Dadurch erhalten die Action-Szenen eine andere Dynamik und wirken oft bodenständiger als in anderen Marvel-Filmen.

Jake Schreiers Handschrift

Ein großer Anteil am Erfolg des Films wird Regisseur Jake Schreier zugeschrieben. Er schaffte es, die verschiedenen Charaktere in den Mittelpunkt zu rücken und ihnen genügend Raum zur Entfaltung zu geben. Viele Zuschauer lobten insbesondere das Zusammenspiel der Figuren und den emotionalen Kern der Geschichte. Der Film bewies, dass das Marvel-Universum auch Geschichten erzählen kann, die weniger auf spektakuläre Effekte und stattdessen stärker auf Charakterentwicklung setzen.

Ein Erfolg trotz schwacher Kinozahlen

An den Kinokassen blieb "Thunderbolts" hinter den Erwartungen zurück. Weltweit spielte der Film rund 382 Millionen US-Dollar ein und konnte damit nicht an die großen Erfolge früherer Marvel-Produktionen anknüpfen. Doch Einspielergebnisse erzählen nicht immer die ganze Geschichte. Auf den Streaming-Plattformen entwickelte sich der Film schnell zu einem Publikumserfolg und erhielt viel positives Feedback von Fans. Zahlreiche Zuschauer lobten insbesondere den emotionalen Ton, die Figuren und die frische Herangehensweise.

In einer Zeit, in der viele Zuschauer von klassischen Superheldenfilmen übersättigt sind, scheint Thunderbolts genau den Nerv jener Fans getroffen zu haben, die sich wieder stärker auf die Charaktere und ihre Geschichten konzentrieren möchten.

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