Matrix 5: Statement des neuen Regisseurs macht Hoffnung
Nach zwei Jahren Funkstille äußert er sich zur Matrix-Fortsetzung
Für "Matrix 5" besteht weiterhin Hoffnung. Nachdem vor zwei Jahren der fünfte Teil des Science-Fiction-Franchises angekündigt wurde, herrschte erstmal weitgehend Funkstille. Bis jetzt. Nun bestätigte der vorgesehene Regisseur und Drehbuchautor Drew Goddard, dass er nach wie vor an dem Film arbeite. Das Sequel befinde sich "weiterhin in der Entwicklung", erklärte er gegenüber ScreenRant. "Ich sitze in meiner Schreibhöhle und schreibe. Ich weiß nicht, wie lange ich in dieser Schreibhöhle bleiben werde, aber sobald ich wieder dort rauskomme, habe ich Neuigkeiten zu berichten."
Weitere Details hat der Filmemacher nicht preisgegeben. Aber immerhin: Aus Goddards Worten lässt sich schließen, dass das verantwortliche Filmstudio Warner Bros. offenbar auch weiterhin an "Matrix 5" festhält. Worum es in der Fortsetzung genau gehen soll, wurde auch zuvor noch nicht bekannt gegeben. Bislang wurde von Seiten der Verantwortlichen lediglich angedeutet, dass man dem Original treu bleiben wolle, gleichzeitig aber den "Matrix"-Kosmos erweitern werde. Auch die Teilnahme der einstigen Hauptdarsteller Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss und Laurence Fishburne steht nach wie vor in den Sternen. Letzterer war bereits im vierten Teil "Matrix Resurrections" nicht mehr an Bord. Vermutlich werden in erster Linie aber ohnehin neue Charaktere im Mittelpunkt stehen. Schließlich wurden die Geschichten von Neo (Reeves), Trinity (Moss) und Morpheus (Fishburne) schon zur Genüge ausgelotet.
Matrix: Ein Klassiker
Als "Matrix" im Jahr 1999 ins Kino kam, entwickelte sich der Film zum Riesenhit. Die von den Wachowski-Geschwistern geschriebene und inszenierte Sci-Fi-Dystopie zeigt eine Welt, die von intelligenten Maschinen beherrscht wird. Die Menschen wurden versklavt und sind sich dessen nicht mal bewusst. Ihnen wird vorgegaukelt, dass sie in einer Welt leben, die unserer Gegenwart ähnelt. In Wahrheit handelt es sich jedoch bloß um eine Simulation der Maschinen. Zur Hoffnungsfigur wird der von Keanu Reeves gespielte Neo. Eine Widerstandsgruppe um Morpheus und Trinity betrachtet den Hacker als eine Art Messias im Kampf gegen die Maschinen.
Die finstere Cyberpunk-Ästhetik, das komplexe Drehbuch sowie die innovativen Bullet-Time-Effekte machten "Matrix" zum stilbildenden Klassiker, der auch an der Kinokasse zum Erfolg wurde. Weltweit spielte der erste Teil 463 Millionen US-Dollar ein. Dementsprechend ließen die Fortsetzungen nicht lange auf sich warten. Bereits vier Jahre später folgten "Matrix Reloaded" und "Matrix Revolutions", ebenfalls von den Wachowskis umgesetzt. "Reloaded" hat mit weltweiten Einnahmen von 739 Millionen das höchste Einspielergebnis der gesamten Filmreihe aufzuweisen. Angesichts dessen blieb "Revolutions" mit 427 Millionen hinter den Erwartungen.

Unabhängig vom finanziellen Aspekt kamen die aufwändig inszenierten Fortsetzungen aber nicht an die inhaltliche Qualität des ersten Teils heran. Die Sequels hatten es sowohl beim Publikum, als auch bei den Kritikern schwer. Die Folge: Das Film-Franchise wurde erstmal auf Eis gelegt. Erst 2021 folgte mit "Matrix Resurrections" ein vierter Teil. Diesmal führte nur noch Lana Wachowski Regie. "Resurrections" spielte allerdings nur noch 157 Millionen ein und schaffte es auch nicht, die Fans des ersten Teils sonderlich glücklich zu stimmen.
Drew Goddard: Ein kreativer Kopf für Matrix 5
Dass die Welt von "Matrix" auch weiterhin ein enormes Potential besitzt, zeigt "Animatrix". Die Anthologie aus dem Jahr 2003 lotet in neun animierten Kurzfilmen verschiedene Aspekte des "Matrix"-Kosmos aus und zeigt: Die Story um Neo ist nicht das Einzige, was "Matrix" zu bieten hat. Dementsprechend spannend dürfte eine Fortsetzung sein, die sich von den bereits etablierten Figuren löst, um von neuen Charakteren zu erzählen. Drew Goddard könnte dafür genau der richtige Mann sein.
Als Autor von TV-Serien wie "Buffy", "Angel" und "Lost" konnte er bereits zu Beginn seiner Karriere in den 2000ern sein Gespür für vielschichtig gezeichnete Figuren unter Beweis stellen. Sein Kino-Regiedebüt gab er 2011 mit dem doppelbödigen Horrorfilm "The Cabin in the Woods". 2016 folgte eine Oscar-Nominierung als bester Drehbuchautor für sein Skript zum Sci-Fi-Drama "Der Marsianer – Rettet Mark Watney". Und diesen Monat startet mit "Der Astronaut" ein weiterer heiß erwarteter Sci-Fi-Film, zu dem er das Drehbuch geschrieben hat. Goddard ist zweifellos ein überaus kreativer Kopf, bei dem man gespannt sein darf, was er sich für "Matrix 5" einfallen lässt.
