Der tiefe Fall der Transformers und ihre große Hoffnung
Alles zur Rückkehr von Michael Bay und der ikonischen Roboter!

Es ist eine der größten Blockbuster-Reihen überhaupt: Riesige Roboter, gewaltige Explosionen und milliardenschwere Einspielergebnisse machten "Transformers" über Jahre hinweg zu einer festen Größe in Hollywood. Doch die letzten Filme liefen eher mittelmäßig – und der Druck auf das Franchise steigt! Die Reihe steht vor einem spannenden Wendepunkt: In diesem Artikel verraten wir euch, wie es mit den Transformers weitergeht – im Kino und darüber hinaus!
Michael Bay kehrt für Transformers 8 zurück!
Die wohl beste Meldung für treue "Transformers"-Fans: Michael Bay wird wieder einen "Transformers"-Film drehen! Der Regisseur war zwischen 2007 und 2017 für fünf Filme der Reihe verantwortlich. Einspielergebnis insgesamt: 4,4 Milliarden US-Dollar!
Bemerkenswert bei Bays Rückkehr: Laut mehreren Branchenexperten hat der Regisseur selbst den Kontakt zum Filmverleiher Paramount Pictures gesucht. Es wäre für beide Seiten ein Gewinn. Denn nicht nur das Studio hatte Schwierigkeiten mit den letzten "Transformers"-Filmen: Auch Michael Bay konnte in letzter Zeit nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen.
Viele Infos gibt es zu "Transformers 8" bisher noch nicht, das Drehbuch soll allerdings von Jordan VanDina kommen. Der ist interessanter Weise eher für Komödien wie "The Binge" bekannt. Das Datum für den Kinostart des nächsten "Transformers" Live-Action Film ist aktuell noch völlig offen.
Finanzielle Dämpfer und kreative Unsicherheit
Werfen wir einen kurzen Blick darauf, wo das Franchise eigentlich gerade steht. Nach Bays Abschied 2017 versuchte Paramount, neue Wege einzuschlagen. Dafür holte man sich eine Reihe vielversprechender Regisseure ins Boot. So erreichte Travis Knight mit "Bumblebee" zwar einen Achtungserfolg, konnte aber nicht an Einnahmen der bisherigen "Transformers"-Filme anknüpfen. Auch der Animationsfilm "Transformers One" erhielt positives Feedback, blieb an den Kinokassen aber deutlich hinter den Erwartungen zurück. Selbst der neue, große Live-Action-Blockbuster "Aufstieg der Bestien" spielte nochmal weniger ein als "Bumblebee".

Damit offenbart sich ein zentrales Problem: Das Franchise wirkt orientierungslos. Weder der nostalgische Rückgriff auf alte Figuren noch mutige stilistische Experimente konnten bisher einen neuen großen Erfolg garantieren. Aufgeben ist für Paramount aber keine Option, im Gegenteil: Neben dem neuen Bay-Film arbeitet "Transformers One"-Regisseur Josh Cooley gerade an einem weiteren Realfilm. Ebenso befinden sich mehrere noch unbenannte Projekte in Entwicklung.
Besonders lange kursierte das Gerücht über ein Crossover mit den "G. I. Joe". Ein Konzept, das Fans seit Jahren fasziniert und am Ende von "Transformers: Aufstieg der Bestien" auch angeteast wurde. Jetzt scheint dieses Vorhaben tatsächlich Realität zu werden – wenn auch anders als gedacht.

Das "Energon Universe": Transformers für Erwachsene
Laut dem Branchenmagazin Deadline entsteht derzeit eine Animationsserie zum sogenannten "Energon Universe". Diese soll die "Transformers", "G.I. Joe" und Robert Kirkmans Sci-Fi-Reihe "Void Rivals" in einem gemeinsamen Universum vereinen. Verantwortlich ist niemand Geringeres als Kirkman selbst, der mit "Invincible" bereits bewiesen hat, wie erfolgreich brutale, erwachsene Animationsformate sein können.
Als Showrunner und Hauptautor fungiert Joe Henderson, bekannt durch die Serie "Lucifer". Das Ziel ist klar: ein düsteres, emotional vielschichtiges Crossover mit moralischen Grauzonen, komplexen Figuren und einer deutlich ernsteren Tonalität als bisherige "Transformers"-Adaptionen. Die Serie richtet sich explizit an ein erwachsenes Publikum und könnte das Image der Marke nachhaltig verändern. Ob dieses Vorhaben aber auch die breite Masse auf seine Seite zieht, bleibt abzuwarten.
Wohin entwickelt sich das Franchise?
Die Zukunft der "Transformers" hat also einiges zu bieten. Einerseits besinnt man sich auf die klassischen Blockbuster à la Michael Bay, die auf Action und visuelle Wucht setzen. Andererseits entstehen aber auch experimentelle Projekte wie das "Energon Universe", die neue Zielgruppen erschließen und das Franchise langfristig erweitern sollen.
Gerade diese Vielseitigkeit könnte letztlich der Schlüssel zum Erfolg sein. Wenn Paramount es schafft, beide Ansätze klar voneinander zu trennen und gezielt zu vermarkten, könnte "Transformers" nicht nur ein Comeback feiern, sondern sich möglicherweise auch neu erfinden.