Gert Neumann ist Schriftsteller. Sein Sohn Aram Radomski ist Fotograf. Als Zwanzigjähriger fotografierte Aram die Massenproteste von 1989 – Bilder, die um die Welt gingen. Sein Vater kämpfte in der DDR jahrzehntelang für die Freiheit der Sprache, mit bitterer Konsequenz für sich und seine Familie. Und Arams Großmutter? War in ihrer Jugend treue Anhängerin des Dritten Reichs – und avancierte später in der neu gegründeten DDR zur gefeierten Nachwuchsautorin. Drei Menschen. Drei Haltungen gegenüber dem System. Eine Familie, die bis heute mit den Rissen lebt.
