Die komplette Vorgeschichte zu Spider-Man: Brand New Day
Mit dieser Übersicht seid ihr perfekt für "Brand New Day" gewappnet

Am 29. Juli schwingt sich Tom Holland in "Spider-Man: Brand New Day" endlich wieder ins Kino. Aber dieser Peter Parker ist nicht mehr der gleiche, der er einmal war. Der aufgeregte Teenager aus "Captain America: Civil War" ist verschwunden. Mehr noch: Die Welt hat ihn komplett vergessen.
Doch bevor wir uns in das nächste Kapitel stürzen, werfen wir einen Blick zurück. Wie genau ist Peter zu diesem absoluten Tiefpunkt gelangt? Was waren die wichtigsten Stationen seiner bisherigen Reise, die ihn so stark geprägt haben? Und vor allem: Was ist in den vier Jahren zwischen "No Way Home" und "Brand New Day" mit ihm passiert? Mit diesem Artikel seid ihr perfekt für den Kinobesuch von "Brand New Day" vorbereitet! Wir fassen für euch die gesamte Geschichte von Tom Hollands Spider-Man zusammen und was das für den neuen Film bedeutet.
Der Junge aus Queens im Schatten von Iron Man
Alles begann im Jahr 2016: Ein naiver Junge aus Queens wurde plötzlich in einen globalen Konflikt der Avengers hineingezogen. Tony Stark rekrutierte Peter für den Kampf am Leipziger Flughafen – und legte damit den Grundstein für einen enormen Druck, der Peter jahrelang begleiten sollte.
In "Homecoming" sahen wir einen Helden, der verzweifelt versuchte, den Erwartungen seines Mentors gerecht zu werden. Er wollte ein Avenger sein und die ganz großen Bedrohungen bekämpfen – vergaß dabei aber oft die kleinen Leute in seiner Nachbarschaft. Der Kampf gegen Vulture war Peters erste echte Feuertaufe. Und als Stark ihm den Anzug wegnahm, musste Peter eines auf die harte Tour lernen: Dass nicht die Hightech-Gadgets den Helden ausmachen, sondern der Wille, das Richtige zu tun.

Doch die wahre Bewährungsprobe stand ihm erst noch bevor: In "Avengers: Infinity War" und "Endgame" erlebte Peter das Unvorstellbare. Er reiste ins All, kämpfte gegen Thanos und wurde durch den Blip für fünf Jahre ausgelöscht. Und nach seiner Rückkehr musste er in der ersten Reihe zusehen, wie sein Mentor und Vaterersatz Tony Stark sich für das Universum opferte.
Dieser Verlust definierte die nächste Phase seines Lebens. In "Far From Home" erwartete die Welt von ihm, in die gigantischen Fußstapfen von Iron Man zu treten. Ein Druck, der für einen Schüler schier unerträglich war. Peter wollte einfach nur ein normaler Teenager sein, Zeit mit seiner großen Liebe MJ verbringen und auf Klassenfahrt gehen. Doch Bösewicht Mysterio nutzte genau diese emotionale Verwundbarkeit eiskalt aus. Er manipulierte Peter, stahl mächtige Stark-Technologie und hinterließ bei seinem Tod ein Geschenk, das Peters Leben scheinbar für immer zerstören sollte: Er enthüllte der ganzen Welt, dass Peter Parker unter der Maske von Spider-Man steckt.

Der ultimative Preis
Das bringt uns zu "No Way Home" – dem bis dato unbestrittenen Höhepunkt von Hollands Spidey-Karriere. Peters Identität war öffentlich und sein Leben und das seiner Freunde ruiniert. In seiner Verzweiflung wandte sich Peter an Doctor Strange, um die Welt vergessen zu lassen, wer er ist.
Wir alle wissen, wie katastrophal das ausging: Der Zauber geriet außer Kontrolle, das Multiversum riss auf und zog legendäre Schurken aus anderen Dimensionen in das MCU. Peters gutmütiger Versuch, die Schurken zu heilen, statt sie einfach in den sicheren Tod zu schicken, kostete ihn den wichtigsten Menschen in seinem Leben: Tante May. Ihr Tod durch die Hand des Grünen Kobolds war der Moment, in dem Tom Hollands Spider-Man endgültig seine Unschuld verlor. Mays letzte Worte – "Mit großer Macht kommt große Verantwortung" – brannten sich unauslöschlich in seine Seele ein.
Um das kollabierende Multiversum in der finalen Schlacht zu retten, musste Peter die schwerste Entscheidung seines Lebens treffen. Er bat Strange, einen neuen, finalen Zauber zu wirken: Alle – wirklich alle – sollten vergessen, wer Peter Parker ist. Keine Ausnahmen. MJ, Ned, Happy... niemand wusste mehr, dass er jemals existiert hat. Der Film endete mit einem Peter, der absolut nichts mehr hat: Kein Geld, keine Freunde, keine Familie, keine Milliarden-Dollar-Technologie von Stark. Er hat den ultimativen Preis gezahlt, um die zu schützen, die er liebt.

Die Jahre dazwischen – Ein Geist in New York
Und genau hier setzen wir mit "Brand New Day" an. Was ist in der Zwischenzeit passiert? Laut den offiziellen Trailern und Aussagen von Regisseur Destin Daniel Cretton, sind im MCU seit den Ereignissen von "No Way Home" ganze vier Jahre vergangen. Vier Jahre, in denen Peter Parker völlig isoliert gelebt hat. Stellt euch das vor: Er ist nun ein junger Erwachsener, der sich komplett von der normalen Gesellschaft abgekapselt hat. Kein Leben außer dem Kampf gegen das Böse. Niemand, mit dem er reden kann. Er hat sich, wie Cretton es ausdrückt, "mit seiner gesamten Existenz" der Rolle als Spider-Man verschrieben.
Als solcher wird er von den Bürgern New Yorks gefeiert und hat sogar den Schlüssel zur Stadt überreicht bekommen. Doch die absolute Isolation hat tiefe Spuren hinterlassen. Tom Holland zufolge sehen wir in "Brand New Day" einen deutlich aggressiveren Spider-Man, dessen Kräfte sich durch den massiven Stress sogar physisch weiterentwickeln.

Ein brandneuer Tag
Die Trailer zu "Brand New Day" verraten weitere Details. Etwa der seit "Homecoming" versprochene frische Auftritt von Michael Mando als Scorpion! Oder der Kampf gegen die roten Ninjas von der Verbrecherorganisation "Die Hand". Im Zentrum der Story steht aber anscheinend zunächst der Kontrollverlust von Spidey über seine eigenen Fähigkeiten. Dabei soll ihm niemand geringeres als Bruce Banner helfen – immerhin hat diese spezielle Technologie entwickelt, um seine eigenen Aggressionen in den Griff zu bekommen. Ein Glück für uns: Es kommt trotzdem zum Kampf gegen einen wütenden Hulk.
Besonders freuen wir uns auf das Zusammentreffen von Peter und Frank Castle. Die Dynamik der beiden erinnert schon jetzt stark an "Deadpool & Wolverine": die vorlaute Klappe auf der einen Seite, der genervte Einzelgänger auf der anderen. Worüber sich die Fans sicherlich ebenfalls freuen: Die Rollen von MJ und Ned scheinen größer auszufallen, als ursprünglich berichtet – zumindest sieht es im Trailer nach mehr als nur reinen Gastauftritten aus.

Das größte Geheimnis dreht sich aber nach wie vor um die Rolle von "Stranger Things"-Star Sadie Sink. Viele sind sich aber inzwischen so gut wie sicher, dass sie die Mutantin Jean Grey spielen wird. In den Trailern sehen wir eine vermummte Gestalt, die offenbar telepathische Fähigkeiten besitzt, um andere Menschen zu kontrollieren. Zudem hat sie bereits für weitere Marvel-Projekte unterschrieben – und die X-Men werden bekanntermaßen der Dreh- und Angelpunkt der nächsten MCU-Phase.
Dazu passt auch die Rolle von Tramell Tillman: Er spielt Bill Metzger, Chef des Department of Damage Control. Das ist eine Regierungsbehörde, die sich im Marvel-Universum zunehmend der Jagd nach Superhelden und Mutanten widmet. Auch Tillman hat bereits für mehrere MCU-Projekte unterschrieben.
Wir glauben deshalb: Die Trailer zeigen bisher nur einen kleinen Teil des finalen Films – da erwartet uns sicher noch eine ganze Menge mehr rund um die Rolle von Sadie Sink. Zeit für jede Menge Story bietet der Film auf jeden Fall: Mit 150 Minuten ist es der längste Spider-Man-Film überhaupt.