Steven Spielberg stellt mit Disclosure Day persönlichen Rekord auf
Das hat der Sci-Fi-Thriller bisher an den Kinokassen eingespielt
Steven Spielbergs "Disclosure Day" überrascht an den Kinokassen: Vergangene Woche ist der Science-Fiction-Thriller in vielen Kinosälen dieser Welt angelaufen. Das Ergebnis: Das aktuelle Einspielergebnis übertrifft die Erwartungen, wie das Branchenportal Deadline berichtet. Und auch ein Rekord für einen Spielberg-Film ist gefallen...
"Disclosure Day" verzeichnet den kommerziell erfolgreichsten Start eines Originalfilm des Regisseurs. Gemeint ist damit ein Film mit einem Originaldrehbuch, also keine Fortsetzung, Adaption oder Ähnliches. Der Rekord sagt jedoch nicht zwangsläufig aus, dass mehr Menschen den Film gesehen haben. Die heutigen Ticketpreise liegen natürlich deutlich über dem Niveau früherer Jahrzehnte.
Das hat Disclosure Day bisher eingespielt
Konkret hat "Disclosure Day" bisher etwa 94 Mio. Dollar weltweit eingespielt. In den USA spielte der Film rund 44 Mio. Dollar ein und stellte damit Spielbergs letzte Filme "West Side Story" und "Die Fablemans" in den Schatten. Man habe laut dem Portal Variety zunächst mit 35 Mio. Dollar gerechnet – und konnte mit dem Ergebnis an den Kinokassen die Erwartungen übertrumpfen.
An Konkurrenz mangelte es "Disclosure Day" jedenfalls nicht. Immerhin stand das Wochenende in den USA ganz im Zeichen der NBA Finals und dem Triumphzug der New York Knicks. Parallel dazu befindet sich auch die Fußball-Weltmeisterschaft in vollem Gange. Umso beeindruckender sind daher die Zahlen am Box Office. Man darf gespannt sein, wie sich das Einspielergebnis in den kommenden Wochen entwickelt.

Darum geht es in Disclosure Day
Ein Whistleblower (Josh O'Connor) und seine Freundin (Eve Hewson) entwenden geheime Unterlagen von einer mysteriösen Cybersecurity-Firma. Eine Fernsehmoderatorin (Emily Blunt) gibt plötzlich vor laufender Kamera völlig fremdartige Laute von sich. Und ein Konzernboss (Colin Firth) versucht alles, um die Wahrheit zu vertuschen. Die Hauptfiguren in "Disclosure Day" werden in eines der größten Mysterien der Menschheitsgeschichte hineingezogen. Doch wem steht das Wissen um außerirdisches Leben zu?
Was ihr von "Disclosure Day" erwarten könnte und wie der Film bei der Presse und bei uns ankommt, erfahrt ihr in der META-Filmkritik von KinoCheck. Außerdem könnt ihr hier gemeinsam mit Steven Spielberg einen Blick hinter die Geschichte des Films werfen.

Steven Spielberg und die Science-Fiction: Eine besondere Beziehung
Science-Fiction gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Genres in der Filmografie von Steven Spielberg. Immer wieder hat der Regisseur futuristische Ideen, außerirdisches Leben und die Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf den Menschen thematisiert. Dabei reicht sein Spektrum von familienfreundlichen Abenteuern bis hin zu düsteren Zukunftsvisionen.
Spielbergs Sci-Fi-Märchen
Mit "Unheimliche Begegnung der dritten Art" (1977) gelang Spielberg einer der prägendsten Science-Fiction-Filme aller Zeiten. Die Geschichte eines Familienvaters, der nach einer UFO-Begegnung von der Suche nach Antworten besessen wird, setzte neue Maßstäbe für die Darstellung außerirdischen Lebens im Kino. Statt auf Angst und Zerstörung konzentrierte sich der Film auf Staunen, Neugier und die Möglichkeit eines friedlichen Kontakts.
Fünf Jahre später folgte mit "E.T. – Der Außerirdische" (1982) einer der beliebtesten Filme der 80er Jahre. Im Mittelpunkt steht die Freundschaft zwischen dem Jungen Elliott und einem auf der Erde gestrandeten Außerirdischen. Der Film verbindet Science-Fiction mit einer emotionalen Coming-of-Age-Geschichte und gilt bis heute als einer der bekanntesten Werke Spielbergs.
Spielberg verfilmt eine Kubrick-Idee
Mit "A.I. – Künstliche Intelligenz" (2001) wagte sich Spielberg an deutlich philosophischere Themen. Der Film erzählt von einem künstlichen Jungen, der sich nichts sehnlicher wünscht, als von seiner menschlichen Mutter geliebt zu werden. Die Mischung aus futuristischer Vision, Märchenmotiven und Fragen nach Bewusstsein und Menschlichkeit machte "A.I." zu einem außergewöhnlichen Beitrag des Genres. Besondere ist der Film außerdem, da er ursprünglich von "2001"-Regisseur Stanley Kubrick inszeniert werden sollte.
Düstere Zukunftsvisionen
2002 erschien "Minority Report", ein Science-Fiction-Thriller mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Die Handlung spielt in einer Zukunft, in der Verbrechen verhindert werden können, bevor sie geschehen. Spielberg verknüpfte rasante Action mit Fragen nach freiem Willen, Überwachung und Datenschutz – Themen, die auch heute noch aktuell sind.
Mit "Krieg der Welten" (2005) verfilmte Spielberg den berühmten Roman von H. G. Wells neu. Der Film schildert eine verheerende Invasion der Erde aus der Perspektive einer gewöhnlichen Familie. Anders als viele Blockbuster seiner Zeit konzentriert sich das Werk weniger auf den militärischen Widerstand als auf das Überleben der Zivilbevölkerung und die psychologischen Folgen einer Katastrophe.

Spielbergs jüngste Sci-Fi-Filme
Nach einigen Jahren ohne Science-Fiction kehrte Spielberg mit "Ready Player One" (2018) in das Genre zurück. Die Handlung spielt in einer nahen Zukunft, in der ein großer Teil der Menschheit seine Zeit in einer virtuellen Realität verbringt. Der Film ist eine Hommage an die Popkultur und kombiniert spektakuläre Effekte mit einer Geschichte über die Chancen und Risiken digitaler Welten.
Mit "Disclosure Day" setzt Spielberg seine lange Tradition von Science-Fiction-Filmen nun fort. Wie bereits bei "Unheimliche Begegnung der dritten Art" und "E.T." steht erneut die Frage im Mittelpunkt, wie die Menschheit auf die Möglichkeit außerirdischen Lebens reagieren würde. Aktuell könnt ihr "Disclosure Day" weiterhin in den Kinos schauen.
