One Battle After Another: Teyana Taylor spricht über Fortsetzung
Bekommen wir einen weiteren Film von Paul Thomas Anderson?
Bekommt "One Battle After Another" tatsächlich eine Fortsetzung? Zumindest Perfidia-Darstellerin Teyana Taylor wünscht sich, dass die Geschichte ihrer Figur noch weitererzählt wird. Gegenüber dem Portal IndieWire bestätigte sie nun, dass sie dafür bereits das Gespräch mit Regisseur Paul Thomas Anderson gesucht hat.
"Die Gespräche darüber sind sehr, sehr real. Ich möchte allen bestätigen, dass ich PTA [Paul Thomas Anderson] geradezu anflehe, uns das zu geben."
Die Geschichte von Perfidia Beverly Hills bietet ihrer Meinung nach noch Raum für mehr – gerade in Bezug auf die Mutter-Tochter-Beziehung zu Willa (Chase Infiniti).
"Perfidia und Willa brauchen ein paar Szenen zusammen. Als Willa in der letzten Szene zur Tür hinausging, habe ich mich gefragt: 'Wohin geht sie wirklich? Befreit sie Deandra? Oder geht sie ihre Mutter suchen?' Ich finde es schön, dass am Ende noch Hoffnung bleibt – und dass irgendwo noch Platz für einen kleinen zweiten Teil ist."
Besteht also tatsächlich die Möglichkeit einer Fortsetzung? Der Blick auf Paul Thomas Andersons Filmografie stimmt dabei weniger zuversichtlich. Der Filmemacher ist alles andere als für Fortsetzungen bekannt. Vielmehr hat der Autorenfilmer bisher nur eigenständige Werke umgesetzt. Ob er für "One Battle After Another" eine Ausnahme macht, bleibt abzuwarten.
Zunächst dürfte der Blick von Cast und Crew jedoch auf den Oscars liegen. "One Battle After Another" ist mehrfach nominiert – unter anderem als Bester Film. Auch Teyana Taylor als Beste Nebendarstellerin, Paul Thomas Anderson als Bester Regisseur und Leonardo DiCaprio als Bester Hauptdarsteller dürfen sich Chancen auf einen Academy Award ausrechnen. Hier findet ihr alle Nominierten auf einen Blick.

Die Filme von Paul Thomas Anderson
Paul Thomas Anderson zählt seit den 1990er-Jahren zu den einflussreichsten Autorenfilmern Hollywoods. Sein Debüt gab mit "Hard Eight" (aka "Last Exit Reno"), einem ruhigen Neo-Noir über Glücksspiel, Schuld und Ersatzfamilien. Der Durchbruch folgte kurz darauf mit "Boogie Nights" mit Mark Wahlberg, der sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.
Mit "Magnolia" folgte der nächste Flim von Anderson. Für viele Fans gilt die Performance von Tom Cruise in "Magnolia" als eine seiner besten Schauspiel-Leistungen. Auch der restliche Cast kann sich sehen lassen: Von Philip Seymour Hoffman über Julianne Moore und William H. Macy bis hin zu John C. Reilly. Das episodenhafte Drama verknüpft zahlreiche Figuren und Schicksale in Los Angeles und gilt bis heute als eines von Andersons ambitioniertesten Projekte. Danach schlug er mit "Punch-Drunk Love" mit Adam Sandler einen intimeren Ton an – eine ungewöhnliche romantische Tragikomödie.
Der Aufstieg in den Hollywood-Olymp mit There Will Be Blood
Den wohl größten künstlerischen und kritischen Erfolg erzielte Anderson mit seinem Meisterwerk "There Will Be Blood". Das historische Drama über den Ölunternehmer Daniel Plainview – gespielt von Daniel Day-Lewis – gilt als moderner Klassiker des amerikanischen Kinos. Der Film zeichnet ein düsteres Bild von Kapitalismus und persönlicher Besessenheit und brachte Day-Lewis einen Oscar als bester Hauptdarsteller ein. "There Will Be Blood" wird heute von vielen zu den größten Filmen des 21. Jahrhunderts gezählt.
Mit "The Master" folgte ein psychologisch komplexes Drama – in der Hauptrolle niemand Geringeres als erneut Philip Seymour Hoffman, mit dem Anderson mehrfach zusammenarbeitete. Der Regisseur blieb auch danach experimentierfreudig: In "Inherent Vice" adaptierte er einen Roman von Thomas Pynchon und schuf einen bewusst verworrenen Neo-Noir. Spätere Filme wie "Der Seidene Faden" ("Phantom Thread") – ein elegantes Drama über einen exzentrischen Modeschöpfer im London der 1950er-Jahre – sowie "Licorice Pizza", eine nostalgische Coming-of-Age-Geschichte im Kalifornien der 1970er, zeigen erneut Andersons Bandbreite.
Mit "One Battle After Another" setzt er diese vielseitige Filmografie fort. Für viele Film-Fans handelt es sich dabei um den Film des Jahres 2025. "One Battle After Another" bietet starkes Schauspiel, ein cleveres Skript sowie beeindruckende Set-Pieces. Man darf nun gespannt darauf sein, wie der Film bei den Oscars abschneiden wird.

Ein ähnlicher Fall einer Fortsetzung?
Im Hinblick auf eine mögliche Forsetzung ist auch der Blick auf einen ähnlichen Fall interessant: Im Gespräch mit IndieWire fiel auch der Name "Once Upon A Time in Hollywood" als mögliches Beispiel. Auch hier hätte man nicht für möglich gehalten, dass die Geschichte einer Figur in einem neuen Film fortgeführt wird. Quentin Tarantino ist wie Anderson nicht für Fortsetzungen bekannt. Dennoch kehrt Brad Pitt noch in diesem Jahr mit "The Adventures of Cliff Booth" zurück. Tarantino ist diesmal allerdings nur für das Drehbuch verantwortlich, die Regie übernimmt ein anderer Meister seines Fachs: David Fincher.