Tim Burton dreht eine Neuinterpretation von Attack of the 50 Foot Woman
Dieser Film könnte richtig düster werden!
Das nächste Projekt von Tim Burton steht endlich fest! Wie das Branchenmagazin The Hollywood Reporter berichtet, wird sich der Regisseur für eine Neuinterpretation des B-Film-Klassikers "Attack of the 50 Foot Woman" verantwortlich zeigen.
Der 1958 erschienene Film erzählt die Geschichte einer wohlhabenden Erbin, die nach einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik auf mysteriöse Weise zur Riesin wird. In ihrer neuen, übermenschlichen Gestalt stellt sie nicht nur die Ordnung der Kleinstadt auf den Kopf, sondern konfrontiert auch ihren untreuen Ehemann und dessen geldgierige Geliebte. Erste Informationen deuten darauf hin, dass Burtons Vision in eine deutlich ernstere Richtung geht.
Das Drehbuch zur Neuauflage wird von Danya Jimenez und Hannah McMechan geschrieben, dem Autoren-Duo hinter dem Netflix-Phänomen "KPop Demon Hunters". Wann uns "Attack of the 50 Foot Woman" erwartet, ist noch nicht bekannt. Für die Hauptrolle befindet sich Margot Robbie im Gespräch.
Die bekanntesten Filme von Tim Burton im Überblick
Tim Burton zählt zu den markantesten Regisseuren der Filmgeschichte. Sein Stil ist sofort erkennbar: düstere Märchenwelten, exzentrische Figuren, ein Hang zum Grotesken und zugleich viel Herz für Außenseiter. Seit den 1980er-Jahren hat Burton zahlreiche Filme geschaffen, die Kultstatus erreicht haben und Generationen von Zuschauerinnen und Zuschauern geprägt haben. Die folgenden Werke gehören zu seinen bekanntesten und einflussreichsten Filmen.
Beetlejuice (1988): Der anarchische Durchbruch
Mit "Beetlejuice" gelang Tim Burton der große Durchbruch. Die Horror-Komödie erzählt die Geschichte eines verstorbenen Ehepaars, das sein Haus nicht verlassen will und einen chaotischen Geist beschwört, um neue Bewohner zu vertreiben. Michael Keaton verkörpert "Beetlejuice" als hemmungslosen, unangepassten Störenfried – eine Figur, die Burtons Humor und visuelle Fantasie perfekt widerspiegelt. Der Film etablierte viele seiner typischen Markenzeichen: schräge Charaktere, expressionistische Sets und die Sympathie für das Ungewöhnliche.
Batman (1989) und Batmans Rückkehr (1992): Der dunkle Superheld
Mit "Batman" veränderte Tim Burton das Superhelden-Genre nachhaltig. Statt bunter Comic-Ästhetik setzte er auf eine düstere, fast gotische Atmosphäre. Michael Keaton als Batman und Jack Nicholson als Joker sorgten für ikonische Darstellungen. Der enorme Erfolg machte den Film zu einem Meilenstein. Die Fortsetzung "Batmans Rückkehr" ging stilistisch noch weiter: düsterer, bizarrer und persönlicher. Figuren wie Catwoman und der Pinguin wirken eher wie tragische Monster als klassische Bösewichte. Auch wenn der Film polarisierte, gilt er heute als einer der eigenwilligsten Superheldenfilme überhaupt.
Edward mit den Scherenhänden (1990): Das Herz von Burtons Kino
"Edward mit den Scherenhänden" ist für viele das emotionalste Werk Tim Burtons. Johnny Depp spielt Edward, ein künstlich erschaffenes Wesen mit Scheren statt Händen, das in eine amerikanische Vorstadtsiedlung gerät. Der Film ist eine moderne Märchenparabel über Ausgrenzung, Anderssein und die Grausamkeit gesellschaftlicher Normen. Visuell kontrastiert Burton die bunte Vorstadt mit Edwards dunkler, märchenhafter Welt – ein Motiv, das sich durch viele seiner Filme zieht.
Nightmare Before Christmas (1993): Dunkles Märchen in Stop-Motion
Obwohl Tim Burton bei "Nightmare Before Christmas" nicht Regie führte, ist der Film untrennbar mit seinem Namen verbunden. Die Stop-Motion-Produktion erzählt von Jack Skellington, dem Kürbiskönig von Halloween Town, der Weihnachten entdeckt. Der Film vereint makabre Ästhetik mit Musical-Elementen und großer Emotionalität. Bis heute ist er ein Klassiker, der jedes Jahr zur Halloween- und Weihnachtszeit neu entdeckt wird.
Ed Wood (1994): Eine Liebeserklärung an Außenseiter
Mit "Ed Wood" schuf Tim Burton einen seiner persönlichsten Filme. In Schwarz-Weiß erzählt er die wahre Geschichte des oft als "schlechtester Regisseur aller Zeiten" bezeichneten Ed Wood. Johnny Depp verkörpert Wood mit viel Wärme und Optimismus. Der Film ist weniger Satire als vielmehr eine liebevolle Hommage an kreative Träumer, die trotz Misserfolgen an ihre Vision glauben.
Sleepy Hollow (1999): Gothic-Horror und Atmosphäre
In "Sleepy Hollow" wendet sich Burton dem klassischen Horror zu. Die Geschichte des kopflosen Reiters wird als düsterer Mystery-Thriller inszeniert. Johnny Depp spielt den rationalen Ermittler Ichabod Crane, der in eine übernatürliche Mordserie verwickelt wird. Der Film besticht durch seine visuelle Gestaltung, neblige Landschaften und eine konsequent düstere Stimmung.
Big Fish (2003): Zwischen Realität und Fantasie
"Big Fish" zählt zu den reifsten Filmen Tim Burtons. Erzählt wird die Geschichte eines Vaters, dessen Leben aus fantastischen Übertreibungen zu bestehen scheint, und seines Sohnes, der Wahrheit sucht. Der Film handelt von Erinnerungen, Familie und der Kraft von Geschichten. Im Vergleich zu Burtons sonst oft düsteren Werken ist "Big Fish" wärmer, emotionaler und optimistischer.
Charlie und die Schokoladenfabrik (2005): Fantasie neu interpretiert
Mit seiner Neuverfilmung von Roald Dahls Klassiker schuf Burton eine visuell opulente Version von "Charlie und die Schokoladenfabrik". Johnny Depp als exzentrischer Willy Wonka sorgte für Diskussionen, passte jedoch perfekt in Burtons Vorliebe für schräge Charaktere. Der Film verbindet kindliche Fantasie mit unterschwelliger Dunkelheit.
Corpse Bride (2005): Romantik im Reich der Toten
In "Corpse Bride" kehrte Burton zur Stop-Motion-Technik zurück. Die Geschichte einer unfreiwilligen Hochzeit im Totenreich ist zugleich makaber und romantisch. Besonders auffällig ist der visuelle Kontrast: Die Welt der Lebenden ist grau und leblos, während das Reich der Toten voller Farben steckt – eine typische Burton'sche Umkehrung.
Fazit: Ein unverwechselbares filmisches Universum
Tim Burtons bekannteste Filme zeigen eine klare Handschrift: Liebe für Außenseiter, visuelle Extravaganz und eine Mischung aus Dunkelheit und Poesie. Ob Horror, Märchen, Comicverfilmung oder Drama – Burton erschafft Welten, die zugleich unheimlich und berührend sind. Genau diese Mischung macht seine Filme zeitlos und erklärt, warum sie bis heute ein großes Publikum faszinieren.