Neuer Alien Film: Ridley Scott holt Top-Autor an Bord
Mit Aaron Guzikowski hat er schon zuvor gearbeitet
Ein neuer "Alien"-Film nimmt zunehmend Gestalt an. Mit Aaron Guzikowski wurde nun ein Drehbuchautor verpflichtet, der Ridley Scotts Vision des neuen Science-Fiction-Horror-Sequels zu Papier bringen soll, wie das Branchenblatt The Hollywood Reporter berichtet. Scott zeichnet bei dem Projekt gemeinsam mit Michael Pruss als Produzent verantwortlich. Zum jetzigen Zeitpunkt soll er allerdings nicht als Regisseur vorgesehen sein. Wer den Film inszeniert, bleibt demnach abzuwarten.
Guzikowski hat sich unter anderem mit seinem Drehbuch zu Denis Villeneuves Thriller "Prisoners" mit Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal einen Namen als Top-Autor gemacht. Mit Ridley Scott hat er bereits zuvor zusammengearbeitet. Guzikowski ist der Schöpfer der Sci-Fi-Serie "Raised by Wolves", bei der Scott als ausführender Produzent und Regisseur der ersten beiden Folgen fungierte.
Worum es im neuen "Alien"-Film von Aaron Guzikowski gehen soll, wird bislang geheim gehalten. Allerdings soll es sich nicht um ein Sequel zum letzten "Alien: Romulus" von Regisseur Fede Álvarez handeln, der 2024 erschien und ebenfalls von Ridley Scott produziert wurde. Stattdessen soll der nun geplante "Alien"-Film an die "Alien"-Prequels "Prometheus" und "Alien: Covenant" anknüpfen.
Comeback von Michael Fassbender im neuen Alien?
Erst vor einigen Monaten verriet Scott gegenüber der Los Angeles Times, dass er an einem neuen "Alien"-Film arbeitet. Dabei machte der Regisseur deutlich: Der von Michael Fassbender gespielte Android David soll eine zentrale Rolle spielen. Fassbender war bereits im "Alien"-Prequel "Prometheus" und der Fortsetzung "Alien: Covenant" als künstliches Wesen zu sehen. Der Android wurde von Peter Weyland (Guy Pearce) erschaffen, um mit ihm gemeinsam die Schöpfer der Menschheit zu suchen. Im Laufe der beiden Filme entwickelt sich David weiter – auf eine Weise, die zunehmend verstörend ist. Scott ist fasziniert von der Figur und will die Geschichte des Androiden weitererzählen, um zu zeigen, wie David eine ganz eigene, "schöne neue Welt" kreiert. Ob Fassbender erneut in die Rolle des Androiden schlüpfen wird, ist bislang jedoch nicht bekannt.
Zahlreiche Fortsetzungen
Im Science-Fiction- und Horror-Genre hat die "Alien"-Reihe einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der erste Teil von 1979 ist bis heute ein gefeierter Klassiker. Regisseur Ridley Scott gelang mit "Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" ein Genre-Meilenstein, an dem sich die zahlreichen Fortsetzungen des Franchise messen lassen müssen. Vor allem der direkte Nachfolger "Aliens: Die Rückkehr" ist aber durchaus ebenbürtig. James Cameron drehte 1986 ein Sequel, das den ersten Teil konsequent fortsetzt. Das gilt vor allem für die Weiterentwicklung der von Sigourney Weaver gespielten Protagonistin Ellen Ripley, die im zweiten Teil an Komplexität gewinnt. Gleichzeitig vollzieht der Film einen Genre-Wechsel: Statt Horror steht hier eher die Action im Vorderrgrund.
Mit "Alien 3" drehte David Fincher 1992 ein Sequel, das mitunter so trostlos daherkommt, dass diese Trostlosigkeit ihren ganz eigenen Reiz entfaltet. 1997 folgte der bislang letzte Teil, in dem Sigourney Weaver als Ellen Ripley im Mittelpunkt stand: "Alien: Die Wiedergeburt", inszeniert von Jean-Pierre Jeunet. In den weiteren "Alien"-Filmen, die folgten, ging es nicht mehr um Ripley. Weder in den Prequels von Ridley Scott, noch in den Crossover-Filmen, in denen es zum Aufeinandertreffen mit den außerirdischen Jägern aus dem "Predator"-Franchise kam.

