Teresa Palmer als Sif in der God of War Serie

Die nächste Figur der Adaption wurde besetzt!

Von Jonas Reichel am 4 min Lesezeit

Es geht Schlag auf Schlag! Nachdem in der vergangenen Woche bereits Ryan Hurst als Kratos für die "God of War"-Serie bestätigt wurde, scheint nun eine weitere Rolle besetzt worden zu sein. Wie Deadline berichtet, soll "Lights Out"-Darstellerin Teresa Palmer in die Rolle der Göttin Sif schlüpfen.

In den Videospielen spielt Sif zwar nur eine Nebenrolle, aber derzeit deutet einiges darauf hin, dass die Figur in der Serie deutlich stärker in den Vordergrund rücken könnte. Besonders interessant ist das Casting auch im Hinblick auf die mögliche inhaltliche Ausrichtung der Serie. In den Spielen tritt Sif vorwiegend in "God of War: Ragnarök" stärker in Erscheinung – insbesondere in Kombination mit Atreus, dem Sohn von Kratos. Bislang gibt es allerdings noch keine Informationen darüber, wer die Rolle von Atreus übernehmen wird. Allzu lange dürfte es aber nicht mehr dauern. Die Beziehung zwischen Kratos und seinem Sohn ist immerhin das emotionale Herzstück der neueren "God of War"-Games.

Die erste Staffel wird wohl aus zehn Episoden bestehen. Doch es ist schon klar, dass es dabei nicht bleiben wird. Amazon hat eine zweite Staffel bereits in Auftrag gegeben. Die Vorproduktion läuft bereits in Vancouver. Wann die Dreharbeiten genau beginnen, ist noch nicht bekannt. Auch ein Startdatum steht bisher noch aus.

Von Genre-Kino zur Serienikone: Die bekanntesten Rollen von Teresa Palmer

Teresa Palmer zählt seit Jahren zu den markantesten Schauspielerinnen des internationalen Genre- und Serienkinos. Die Australierin hat sich eine Karriere aufgebaut, die gleichermaßen von großen Studiofilmen, mutigen Independent-Projekten und erfolgreichen Serien geprägt ist. Besonders auffällig ist ihre Affinität zu Horror-, Fantasy- und Mystery-Stoffen, denen sie stets emotionale Tiefe und Glaubwürdigkeit verleiht. Ein Blick auf ihre bekanntesten Rollen zeigt, warum Palmer heute als feste Größe in Hollywood und darüber hinaus gilt.

Frühe Hollywood-Erfahrungen und Genre-Affinität

Nach ersten Erfolgen im australischen Kino wagte Teresa Palmer früh den Sprung nach Hollywood. Bereits in "The Grudge 2" (2006) sammelte sie Erfahrungen im Horror-Genre – ein Bereich, der sich später als roter Faden durch ihre Karriere ziehen sollte.

"Ich bin Nummer Vier": Der Schritt ins Blockbuster-Kino

Einem breiten internationalen Publikum wurde Palmer 2011 durch den Science-Fiction-Film "Ich bin Nummer Vier" bekannt. In der Rolle der mutigen und loyalen Henri verkörperte sie eine starke Nebenfigur, die schnell zum Fanliebling wurde. Obwohl der Film kritische Stimmen erhielt und keine Fortsetzungen folgten, entwickelte er Kultstatus – und Teresa Palmer etablierte sich endgültig als Gesicht des modernen Genre-Kinos.

"Warm Bodies": Romantik trifft Zombie-Apokalypse

Einer ihrer größten Publikumserfolge folgte 2013 mit "Warm Bodies". In der romantischen Horrorkomödie spielte Palmer die menschliche Protagonistin Julie, die sich in einer postapokalyptischen Welt in einen Zombie verliebt. Mit Charme, Emotionalität und Humor trug sie maßgeblich dazu bei, dass der Film weit über das typische Zombie-Genre hinaus funktionierte. Bis heute gilt Warm Bodies als eine ihrer bekanntesten und beliebtesten Rollen.

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Horror mit Kultstatus: "Lights Out"

Einen entscheidenden Karriereschritt machte Teresa Palmer 2016 mit dem Horrorfilm "Lights Out". Als Rebecca, die sich einer übernatürlichen Bedrohung stellt, die nur im Dunkeln existiert, überzeugte Palmer mit intensiver Präsenz und emotionaler Glaubwürdigkeit. Der Film wurde zu einem Überraschungserfolg und gilt inzwischen als moderner Horror-Klassiker. Palmers Darstellung einer starken, aber verletzlichen Protagonistin trug wesentlich zum Kultstatus des Films bei und festigte ihren Ruf als verlässliche Genre-Darstellerin.

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Ernsthafte Rollen in "Hacksaw Ridge"

Im selben Jahr zeigte Palmer eine ganz andere Facette ihres Könnens in "Hacksaw Ridge", dem vielfach ausgezeichneten Kriegsdrama von Mel Gibson. Als Dorothy Schutte, die Ehefrau des pazifistischen Soldaten Desmond Doss, brachte sie Wärme und emotionale Tiefe in einen ansonsten von Brutalität geprägten Film. Ihre zurückhaltende Darstellung wurde von Kritikern gelobt und bewies, dass Palmer auch in ernsthaften, realistischen Stoffen überzeugen kann.

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Mut zum Unbequemen: "Berlin Syndrome"

Mit dem psychologischen Thriller "Berlin Syndrome" (2017) unterstrich Teresa Palmer erneut ihren Mut zu fordernden Rollen. Als junge Australierin, die in Berlin in eine gefährliche Beziehung gerät, trägt sie den Film nahezu allein. Die intensive Darstellung einer Frau in einer ausweglosen Situation zählt zu ihren stärksten schauspielerischen Leistungen und machte deutlich, dass Palmer auch abseits des Mainstreams bereit ist, Risiken einzugehen.

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Serienerfolg mit "A Discovery of Witches"

Einen weiteren Karrierehöhepunkt erreichte Palmer mit der Hauptrolle in der Fantasy-Serie "A Discovery of Witches" (2018–2022). Als Historikerin und Hexe Diana Bishop führte sie die Serie über drei Staffeln hinweg an und überzeugte mit einer komplexen, emotionalen Performance. Die internationale Popularität der Serie machte Palmer auch einem Serienpublikum weltweit bekannt und festigte ihren Status als Leading Lady.

Eine Karriere jenseits fester Schubladen

Die bekanntesten Rollen von Teresa Palmer zeigen eine Schauspielerin, die sich konsequent gegen einfache Kategorisierungen stellt. Ob Horror, Romantik, Science-Fiction oder Drama – Palmer sucht Figuren mit Tiefe und emotionaler Relevanz. Diese bewusste Rollenwahl hat ihr keine klassische Superstar-Karriere beschert, wohl aber großen Respekt innerhalb der Branche.

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