Michael 2: Zweiter Film über Michael Jackson nach Kino-Rekord wohl bereits angedacht
Die Aussage eines Verantwortlichen lässt aufhorchen
Kurz nach dem Kinostart von "Michael" ist offenbar schon ein zweiter Film über Michael Jackson angedacht. Spekulationen über eine Fortsetzung des Biopics von Regisseur Antoine Fuqua gab es bereits, bevor der Film überhaupt erschienen ist. Doch nun äußerte sich einer der Verantwortlichen in Matthew Bellonis Podcast "The Town" zum potentiellen Sequel: Adam Fogelson, der als Film Chair bei der Produktionsfirma Lionsgate verantwortlich zeichnet. Auf die Frage, ob die Fortsetzung realisiert wird, antwortete er mit einer Aussage, die aufhorchen lässt:
"Ich halte das für sehr wahrscheinlich."
Seine Antwort lässt vermuten: Es müsste schon viel passieren, damit es nicht zur erwarteten Fortsetzung kommt. Dennoch: Eine offizielle Bestätigung oder konkrete Ankündigung gibt es auch weiterhin nicht. Ohnehin blieb Fogelson relativ vage, was die möglichen Pläne für einen zweiten Teil angeht. Allerdings sprach er im Laufe des Gesprächs mit Belloni ein wenig darüber, worauf sich ein zweiter Teil von "Michael" fokussieren könnte. Obwohl er den Filmemachern nicht vorgreifen wolle, sagte er:
"Es gibt eine riesige Menge an Musik, darunter einige seiner besten Lieder, und eine Vielzahl an Lebenserfahrungen, die nichts mit den Vorwürfen zu tun haben, die schon für sich genommen mehr als nur einen zweiten Film ausfüllen würden."
Worum es im ersten Film über Michael Jackson geht
Die angesprochenen Vorwürfe beziehen sich auf Vorwürfe des Kindesmissbrauchs gegen Michael Jackson, die im Film nicht vorkommen. Inhaltlich steht neben der Karriere des Sängers (gespielt von Jaafar Jackson) vor allem der Konflikt zwischen ihm und seinem Vater und Manager Joseph Jackson (Colman Domingo) im Mittelpunkt. Dabei spannt das Biopic einen Bogen von Michael Jacksons Kindheit in den 1960er Jahren und seinem Aufstieg zum Star als Frontsänger der Jackson 5 bis hin zu seinem Befreiungsschlag als Solo-Künstler. Zunächst Ende der 70er mit dem Album "Off the Wall" und anschließend mit dem Nachfolger "Thriller", der Anfang der 80er zur erfolgreichsten Platte aller Zeiten avancierte. Eine Performance seines Hits "Bad" Ende der 80er kriegt man auch noch zu sehen. Weiter greift der Film allerdings nicht vor. Was die Zeit danach angeht, gäbe es also noch reichlich Material über Leben und Werk von Jackson, um einen zweiten Teil zu realisieren.
Eine ursprüngliche Version des Films machte auch die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs zum Thema. Dabei ging es um einen Fall von 1993. Hinterher stellte man jedoch fest, dass ein gerichtlicher Vergleich von damals jedwede Verfilmung des Falls untersagte. Die entsprechenden Szenen wurden wieder entfernt, so dass am Ende weder diese noch andere Vorwürfe gegen Michael Jackson im Film vorkamen. Wobei die ursprüngliche Fassung angesichts der Vorwürfe wohl ohnehin Partei für Jackson ergriffen hätte, wie Aussagen von Regisseur Antoine Fuqua nahelegen. Ob und in welcher Form das bei einer Fortsetzung anders wäre, bleibt abzuwarten.
Ein zweiter Teil von Michael würde angesichts des Rekord-Starts nicht überraschen
Ohnehin ist vieles noch offen in Bezug auf ein mögliches Sequel. Auch die erneute Beteiligung von Fuqua als Regisseur wird von Fogelson zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigt noch ausgeschlossen. Generell werde es in ein paar Wochen wohl mehr Informationen geben, erklärte Fogelson. In jedem Fall käme eine Fortsetzung alles andere als überraschend. Zum einen, weil die Handlung des ersten Teils bloß bis in die 80er Jahre reicht. Zum anderen aber auch, weil "Michael" einen finanziell überragenden Kinostart hingelegt hat. Seit dem Start am 22. April hat der Film ein weltweites Einspielergebnis von 237 Millionen US-Dollar vorzuweisen. Bereits am ersten Wochenende erzielte er 97 Millionen in Amerika und kam weltweit auf 217 Millionen – der beste Biopic-Start aller Zeiten.
Interessant ist dabei die Diskrepanz zwischen der Bewertung des Kinopublikums und der Kritiker. Viele Zuschauer sind offenbar begeistert von dem, was sie auf der Leinwand gesehen haben, während die Filmkritik eher negativ urteilt. Auf der Review-Seite Rotten Tomatoes etwa sind nur 37 Prozent aller Beurteilungen der Kritiker positiv – dagegen sind 97 Prozent der Zuschauerurteile positiv. Wie unsere Bewertung ausfällt, erfahrt ihr in der META-Filmkritik von KinoCheck.
