Supergirl-Darstellerin im neuen Exorzist-Film

Mehrere Hollywood-Stars sind in Mike Flanagans Exorzist Teil des Casts

Von Konstantin Koos am 3 min Lesezeit

Ein neuer "Exorzist"-Film steht an – inklusive Superstar Scarlett Johansson! Hinter dem Projekt steht Horror-Experte Mike Flanagan, bekannt für den Netflix-Hit "Spuk in Hill House". Das Branchenportal Deadline berichtet nun von weiteren Fortschritten im Casting.

Demnach wird Sasha Calle Teil der Besetzung. Die Schauspielerin ist vor allem als Kara Zor-El bzw. Supergirl im "The Flash"-Film von 2023 bekannt. Zuletzt war sie an der Seite von Ben Affleck und Matt Damon im Netflix-Crime-Thriller "The Rip" zu sehen. Welche Rolle sie im neuen "Exorzist" spielen wird, ist noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen.

Was ist bereits zum neuen Exorzist bekannt?

Beim neuen "Exorzist" handelt es sich nicht um eine Fortsetzung. Stattdessen will Flanagan mit seinem Film eine neue Geschichte im "Exorzist"-Universum erzählen. Dafür konnte er einen beeindruckenden Cast für sich gewinnen. An der Spitze steht natürlich Marvel-Star Scarlett Johansson. Mit dabei sind jedoch auch "Matrix"-Ikone Laurence Fishburne und Chiwetel Ejiofor, Hauptdarsteller aus "12 Years A Slave". Teil der Besetzung sind zudem Diane Lane sowie Jacobi Jupe, der zuletzt im Oscar-Kandidaten "Hamnet" zu sehen war.

Mike Flanagan ist sowohl für die Regie als auch für das Drehbuch verantwortlich. Die Dreharbeiten finden in New York statt. Und auch ein Starttermin ist bereits bekannt. Am 11. März 2027 soll Flanagans "Der Exorzist" in den Kinos anlaufen.

Das Phänomen Der Exorzist

Mit dem neuen "Exorzist"-Film knüpft Hollywood an eines der prägendsten Horror-Phänomene der Filmgeschichte an. Denn der Name "Der Exorzist" ist weit mehr als nur ein Titel. Er ist ein wichtiger Baustein der Kinogeschichte, der das Genre nachhaltig veränderte.

Der Ursprung des Schreckens: Der Exorzist (1973)

Als "Der Exorzist" 1973 in die Kinos kam, rechnete kaum jemand damit, dass ein Film über eine angebliche Teufelsaustreibung zu einem kulturellen Erdbeben werden würde. Regie führte William Friedkin, basierend auf dem gleichnamigen Roman von William Peter Blatty, der auch das Drehbuch schrieb. Im Zentrum steht die zwölfjährige Regan, gespielt von Linda Blair, die zunehmend verstörende Verhaltensweisen zeigt – bis schließlich zwei Priester versuchen, den vermeintlichen Dämon auszutreiben. Was heute als Horror-Klassiker gilt, war damals eine Grenzerfahrung für das Publikum.

Warum war der Film so besonders?

Der Erfolg von "Der Exorzist" lag nicht allein in seinen Schockmomenten – obwohl diese legendär sind. Viel entscheidender war sein realistischer Ansatz. Friedkin inszenierte die Geschichte fast dokumentarisch. Die übernatürlichen Ereignisse wirkten dadurch umso glaubwürdiger. Hinzu kam eine Ernsthaftigkeit, die Horror bis dahin selten besaß: Statt reiner Effekthascherei ging es um Glauben, Zweifel, Wissenschaft und existenzielle Angst.

Die damaligen Spezialeffekte waren technisch revolutionär. Berichte über ohnmächtige Zuschauer und abgebrochene Vorstellungen machten den Film zusätzlich zum Gesprächsthema. Spannend ist auch, dass "Der Exorzist" mit mehreren Nominierungen und zwei Auszeichnungen bei den Oscars nominiert wurde – keine Selbstverständlichkeit. Damit bewies er, dass das Genre mehr sein konnte als reines Exploitation-Kino.

Der Einfluss auf das Horrorgenre

Ohne "Der Exorzist" sähe das moderne Horrorkino vermutlich anders aus. Der Film etablierte das Subgenre des religiösen beziehungsweise dämonischen Horrors endgültig im Mainstream. Spätere Werke wie "Das Omen" oder Jahrzehnte später "Conjuring" greifen Motive auf, die Friedkins Werk populär machte: den Kampf zwischen Gut und Böse, manifestiert im Privaten, im Schutzraum Familie.

Zudem zeigte der Film, dass Horror gesellschaftliche Debatten spiegeln kann – in den 1970er Jahren etwa die Krise des Glaubens und das Misstrauen gegenüber Institutionen. Gerade diese thematische Tiefe machte ihn so einflussreich.

Bild zu DER EXORZIST: Bekenntnis Trailer German Deutsch (2023)

Das Exorzist-Universum

Der Erfolg zog einige Fortsetzungen und Neuinterpretationen nach sich. Bereits 1977 erschien "Der Exorzist 2: Der Ketzer", der jedoch weder bei Kritikern noch beim Publikum an den Vorgänger heranreichte. Besser aufgenommen wurde "Der Exorzist 3" von 1990, der wieder näher an der düsteren Atmosphäre des Originals war.

In den 2000er Jahren folgten mit "Exorzist: Der Anfang" und "Dominion: Exorzist – Der Anfang des Bösen" gleich zwei Prequel-Versionen – ein ungewöhnliches Kapitel der Franchise-Geschichte. Zuletzt versuchte David Gordon Green mit "Der Exorzist: Bekenntnis" eine direkte Fortsetzung des Klassikers von 1973 zu etablieren. Doch der ganz große Erfolg blieb aus.

Warum Der Exorzist bis heute fasziniert

Mehr als fünf Jahrzehnte nach dem Original ist "Der Exorzist" noch immer Referenzpunkt für das Genre. Das liegt nicht nur an ikonischen Bildern, sondern an seiner zeitlosen Grundidee: dem Einbruch des Unbegreiflichen in eine scheinbar normale Welt.

Dass nun mit Mike Flanagan ein Regisseur antritt, der für psychologisch dichten Horror bekannt ist, weckt hohe Erwartungen. Man darf gespannt sein, welchen Ansatz der Filmemacher wählen wird. Und ob es ihm gelingt, den Geist des Originals – Ernsthaftigkeit, atmosphärische Dichte und existenzielle Fragen – in eine neue Geschichte zu überführen.