Andy Muschietti verrät erste Handlungsdetails zu Es: Welcome to Derry Staffel 2
Die Produktion macht weiter Fortschritte
Pennywise kehrt zurück! Nachdem die erste Staffel des Prequels "Es: Welcome to Derry" im letzten Jahr Fans und Kritiker überzeugen konnte, laufen die Arbeiten an Staffel 2 bereits auf Hochtouren. Im Zuge eines Panels verriet Regisseur Andy Muschietti jetzt erste Details zur Handlung.
Die neue Staffel spielt im Jahr 1935 und greift die Geschichte der berüchtigten Bradley-Bande auf. In Stephen Kings Klassiker "Es" von 1986 wurde bereits beschrieben, wie diese Gruppe von Bankräubern in der Stadt Derry Halt machte, um Munition zu kaufen, was schließlich in einem blutigen Massaker endete. Muschietti betont, dass diese Erzählung auf der realen "Brady-Gang" basiert, die in den 1930er-Jahren in Bangor von den Bürgern und Gesetzeshütern hingerichtet wurde.
Vor allem die Große Depression ist laut Muschietti von zentraler Bedeutung für die Fortsetzung. Statt sorgloser Kinder auf Fahrrädern stehen dieses Mal Menschen im Mittelpunkt, die täglich um ihr Überleben kämpfen müssen. Diese bittere Realität ist natürlich wie gemacht für Pennywise.
Wir gehen fest davon aus, dass Bill Skarsgård ein weiteres Mal in seiner ikonischen Rolle zurückkehren wird. Die komplette erste Staffel von "Es: Welcome to Derry" könnt ihr euch übrigens aktuell auf WOW und HBO Max anschauen.

Andy Muschietti: Die Filme des Regisseurs im Überblick
In der modernen Kinolandschaft gibt es nur wenige Regisseure, denen es gelingt, tiefgreifende Emotionen so nahtlos mit visuellem Spektakel zu verknüpfen wie Andy Muschietti. Der gebürtige Argentinier hat sich innerhalb eines Jahrzehnts von einem Geheimtipp der Horror-Szene zu einem der gefragtesten Regisseure Hollywoods entwickelt. Sein Stil ist geprägt von einer tiefen Liebe zur Vorlage, einem ausgeprägten Gespür für Atmosphäre und der Fähigkeit, das Unheimliche menschlich greifbar zu machen.
Die Anfänge und der Durchbruch mit "Mama"
Der Grundstein für Muschiettis internationale Karriere wurde im Jahr 2008 gelegt, als er gemeinsam mit seiner Schwester Barbara Muschietti einen dreiminütigen Kurzfilm namens "Mama" drehte. Dieser kleine, aber hochintensive Film erregte die Aufmerksamkeit von niemand Geringerem als Guillermo del Toro. Unter dessen Mentorenschaft entwickelte Muschietti den Kurzfilm zu einem abendfüllenden Spielfilm weiter, der 2013 in die Kinos kam. Bereits hier zeigte sich Muschiettis Handschrift: Das Grauen entspringt bei ihm oft einer verzerrten Form von Liebe oder mütterlichem Instinkt, wobei er visuell auf unnatürliche Bewegungsabläufe und eine melancholische Grundstimmung setzt.

Die Neudefinition des Stephen King-Horrors
Seinen endgültigen Status als Meister des modernen Horrors zementierte Muschietti mit der Neuverfilmung von Stephen Kings Monumentalwerk "Es". Während die Miniserie aus den 1990er-Jahren Kultstatus genoss, schaffte es Muschietti im Jahr 2017, die Essenz des Romans auf eine Weise einzufangen, die sowohl Kritiker als auch das Massenpublikum begeisterte. Er verstand, dass "Es" nicht nur eine Geschichte über ein Monster ist, sondern primär eine Erzählung über das Ende der Kindheit und die Macht von Traumata.
Durch die Besetzung von Bill Skarsgård als Pennywise schuf er eine physische, fast schon außerweltliche Bedrohung, die sich deutlich vom humoristischen Ansatz eines Tim Curry unterschied. Der Erfolg von "Es" und der Fortsetzung "Es: Kapitel 2" war phänomenal und bewies, dass R-Rated-Horrorfilme (Filme mit einer Altersbeschränkung für Erwachsene) in der Lage sind, weltweite Rekorde an den Kinokassen zu brechen. Muschietti bewies hier ein feines Händchen für das Ensemble-Casting und die Inszenierung der "Loser's Club"-Dynamik, was den Filmen ihr emotionales Herz verlieh.

Der Sprung ins Superhelden-Genre mit "The Flash"
Nach dem massiven Erfolg im Horrorgenre wandte sich Muschietti dem DC Extended Universe zu. Mit "The Flash" übernahm er ein Projekt, das jahrelang in der Produktionshölle festgesteckt hatte. Muschietti brachte seine Vorliebe für Multiversums-Erzählungen und nostalgische Rückgriffe ein, indem er unter anderem Michael Keaton als Batman zurück auf die Leinwand holte. Obwohl der Film aufgrund externer Kontroversen und eines schwierigen Marktumfelds polarisierte, lobten viele Kritiker Muschiettis visuelle Kreativität und seine Fähigkeit, inmitten von CGI-Schlachten eine intime Vater-Sohn-Geschichte zu erzählen.
Ein Regisseur mit unverwechselbarer Handschrift
Andy Muschietti hat bewiesen, dass er sowohl kleine Indie-Produktionen als auch gigantische Franchise-Filme stemmen kann. Sein Erfolg basiert maßgeblich auf der engen Zusammenarbeit mit seiner Schwester Barbara, die als Produzentin an all seinen Projekten beteiligt ist. Gemeinsam haben sie ein Gespür für Stoffe entwickelt, die das Publikum nicht nur erschrecken, sondern auch auf einer tiefen menschlichen Ebene berühren. Ob es die Angst vor dem Monster unter dem Bett oder die Sehnsucht nach einer verlorenen Kindheit ist – Muschietti versteht es, diese universellen Gefühle in packende Bilder zu fassen. Die Filmwelt darf gespannt sein, welche Alpträume er als Nächstes zum Leben erweckt.
