Denzel Washington wird Hannibal: Die Dreharbeiten des Netflix-Films stehen an
Für das Historienepos macht der Hollywood-Star gemeinsame Sache mit seinem langjährigen Regie-Partner
Denzel Washington wird zum legendären Feldherren Hannibal! Schon eine Weile befindet sich der Netflix-Film in Planung. Lange war es jedoch still um das Projekt – bis jetzt. Das Branchenmagazin Variety berichtet nun, dass die Produktion im Sommer 2026 in Italien beginnen soll. Das Portal World of Reel spricht konkret vom Juni.
Gedreht wird demnach in den berühmten Cinecittà Studios in Rom – der Produktionsstätte von Klassikern wie "Ben Hur". Washington macht dabei gemeinsame Sache mit einem alten Bekannten: "Training Day"-Regisseur Antoine Fuqua soll das Historienepos inszenieren. Washington und Fuqua arbeiteten bereits mehrfach zusammen, unter anderem bei den "The Equalizer"-Filmen. Das Skript stammt derweil von John Logan. Der mehrfache Oscar-Gewinner schrieb schon das Drehbuch zu Ridley Scotts "Gladiator".
Der karthagische Feldherr Hannibal Barkas ist einer der bekanntesten Militärstrategen der Antike. Berühmt wurde er vor allem durch seine kühne Alpenüberquerung mit Elefanten. Im zweiten Punischen Krieg zwischen den Großmächten Rom und Karthago brachte Hannibal die Römer mehrfach in schwere Bedrängnis. Die Verfilmung richtet nun den Fokus auf Hannibal und seine entscheidenden Schlachten. Noch ist allerdings unbekannt, wann der Netflix-Film erscheinen wird. Wir halten euch in jedem Fall auf dem Laufenden!
Denzel Washington
Washington gehört seit Jahrzehnten zu den prägendsten Schauspielern Hollywoods. In den 90er Jahren begann sein Aufstieg zum Superstar. Er spielte beispielsweise im Bürgerrechtsdrama "Malcolm X" von Regisseur Spike Lee oder im historischen Kriegsdrama "Glory", für das Washington bereits 1990 seinen ersten Oscar gewann. Mit Spike Lee drehte er später zudem den Heist-Thriller "Inside Man".
Ein großes Highlight war seine Oscar-prämierte Rolle als korrupter Cop in "Training Day". Auch Filme wie "American Gangster" von Ridley Scott oder das Flugzeugdrama "Flight" festigten seinen Ruf als vielseitiger Charakterdarsteller. Mehrfach arbeitete Washington auch mit Ridleys Bruder Tony Scott zusammen – ob in "Mann unter Feuer" oder "Deja Vu". Zuletzt war er in Ridley Scotts "Gladiator 2" und in Spike Lees "Highest 2 Lowest" zu sehen.
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Washingtons langjähriger Partner: Antoine Fuqua
Besonders erfolgreich erwies sich in den letzten Jahren Washingtons Zusammenarbeit mit Regisseur Antoine Fuqua. Die "Equalizer"-Filme gehören mittlerweile zu den erfolgreichsten Actionprojekten Washingtons. Auch Fuqua selbst hat sich in Hollywood einen Namen gemacht. Neben "Training Day" inszenierte er unter anderem den Actionfilm "Olympus Has Fallen", das Boxerdrama "Southpaw" mit Jake Gyllenhaal sowie das Western-Remake "Die glorreichen Sieben", in dem erneut Denzel Washington die Hauptrolle übernahm. Im April erscheint Fuquas neuster Film in den Kinos: das Michael Jackson-Biopic "Michael".

Mehrfach Oscar-prämiert: Drehbuchautor John Logan
Hollywood-Veteran John Logan gehört zu den renommiertesten Autoren der Branche. Seinen Durchbruch feierte er mit dem Historienepos "Gladiator", das bei den Oscars als Bester Film ausgezeichnet wurde. Logan war außerdem an den Drehbüchern zu Filmen wie "The Aviator" von Martin Scorsese sowie dem Animationsfilm "Rango" beteiligt. Im Blockbuster-Bereich schrieb er zudem an den James-Bond-Filmen "Skyfall" und "Spectre" mit. Auch in "The Last Samurai" mit Tom Cruise widmete er sich einem Historienfilm. Im Serienbereich ist er bekannt für die Horrorserie "Penny Dreadful", die klassische Figuren der Gothic-Literatur in einer düsteren viktorianischen Welt zusammenführte.

Eine Kombination aus drei Hollywood-Veteranen
Mit dieser Kombination aus Starpower vor der Kamera, einem erfahrenen Action-Regisseur und einem vielfach ausgezeichneten Drehbuchautor gehört der geplante "Hannibal"-Film schon jetzt zu den spannendsten Netflix-Projekten der kommenden Jahre. Sollte die Produktion planmäßig im Sommer 2026 starten, dürfte bald auch klar werden, welche weiteren Stars sich dem historischen Epos anschließen.
Ein neuer Historienfilm
Generell ist der "Hannibal"-Film durchaus außergewöhnlich. In der heutigen Filmlandschaft sind große Historienepen deutlich seltener geworden. Besonders im Classical Hollywood gehörten monumentale Stoffe jedoch zu den wichtigsten Prestigeproduktionen der Studios. Filme wie "Ben-Hur" oder Stanley Kubricks "Spartacus" setzten mit riesigen Sets, Massenszenen und aufwendigen Kostümen Maßstäbe. Anfang der 2000er Jahre erlebte das Genre noch einmal ein Comeback – etwa mit "Gladiator" oder Produktionen wie "Troja" und "Königreich der Himmel". Zuletzt wagte man mit "Gladiator 2" einen neuen Versuch, dass Genre wieder in den Mainstream zu bringen. Allerdings blieb die späte Fortsetzung hinter vielen Erwartungen zurück. Man darf also gespannt darauf sein, wie der "Hannibal"-Film vom Publikum angenommen wird.
